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"Effekthascherei": Englands Ligapokal-Finale in der Kritik

Fußballspiel soll als wissenschaftliches Experiment fungieren - 14.04.2021 10:18 Uhr

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"Das Finale ist jetzt kein Sportereignis mehr, und die Schlagzeilen, dass es "die Rückkehr der Fans" darstellt, sind irreführend", betonten die Organisationen in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein Fußballspiel, das als Kern eines wissenschaftlichen Experiments vor einigen Zuschauern gespielt wird, von denen ein kleiner Teil Fans der beteiligten Vereine sein kann", hieß es.

Angesichts der Zusammensetzung handele es sich nicht um eine beispielhafte Zuschauermenge. Daher sei das Spiel nicht geeignet, das Verhalten von Fans unter Corona-Bedingungen zu untersuchen.


Hoffnung auf volle Stadien: 8000 Fans dürfen zu englischem Ligapokalfinale


Zu der Partie im Londoner Wembley-Stadion mit 90 000 Sitzplätzen sind am 25. April 8000 Zuschauer zugelassen. Beide Teams erhalten je 2000 Tickets für ihre Anhänger, die übrigen 4000 Karten gehen an Anwohner und medizinisches Personal. Für Eintritt und Anreise müssen negative Corona-Tests vorgelegt werden. Die Partie ist Teil eines Pilotprogramms der Regierung, um die Rückkehr großer Zuschauermengen bei Sportveranstaltungen zu testen.

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Die Fanorganisationen kritisierten zudem, dass unter 18-Jährige vom Spiel ausgeschlossen sind. Weiter hieß es in der Stellungnahme: "Wir stellen in Frage, auf welcher Grundlage extrem schutzbedürftigen Menschen, von denen viele vollständig geimpft wurden, stark geraten wird, sich nicht für Tickets zu bewerben oder am Ereignis teilzunehmen."

dpa

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