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Er trifft wieder! Fürths Keita-Ruel hatte keine Zweifel

Ladehemmung ade: Der Kleeblatt-Torjäger kommt seinem Job nach - 22.10.2019 14:50 Uhr

Daniel Keita-Ruel steht nach seinen beiden Treffern gegen Dresden nicht nur bei den jungen Fans wieder hoch im Kurs. © Foto: Sportfoto Zink


Als die Spielvereinigung zuletzt drei Pleiten in Folge kassierte, hing das nicht nur, aber auch mit dem wuchtigen Stürmer zusammen. Der 30-Jährige, der trotz einer eher durchwachsenen Vorbereitung mit zwei Treffern gegen St. Pauli (3:1) und dem Führungstor gegen Wehen Wiesbaden (2:1) einen guten Start in die neue Saison gefeiert hatte, kam nicht recht auf Touren.

+++ Geht doch, Kleeblatt! Fürth feiert den doppelten Keita-Ruel +++

Abschlüsse blieben ungenau oder ganz aus, die Kilometer, die auch ein Angreifer für die Mannschaft in der Rückwärtsbewegung laufen muss, wurden weniger. Die Aggressivität im Anlaufverhalten gegenüber den gegnerischen Verteidigern ließ obendrein nach – Grund genug für Cheftrainer Stefan Leitl, Keita zuletzt zweimal auf die Bank zu setzen. In den Partien in Stuttgart (0:2) und beim Hamburger SV (0:2) war er nicht erste Wahl, beim 0:3 gegen Kiel wurde Keita nach einer Stunde ausgewechselt. "Das war neu für mich, aber ich habe es akzeptiert", berichtete der Stürmer, bemühte sich einen völlig entspannten Eindruck zu erwecken und stellte nüchtern fest: "Das hat mich nicht runtergezogen."

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Im Gegenteil. Man darf annehmen, dass es den Alleinunterhalter der Vorsaison eher angestachelt hat. Womöglich waren es auch "einige Gespräche" mit dem Cheftrainer in den letzten Wochen, die Keita wieder in die Spur brachten. Eine Art Verdrängsmechanismus muss der gebürtige Wuppertaler dabei gar nicht bemühen, er wusste die zurückliegenden Wochen nur anders zu interpretieren. Tenor: Kollegen mögen Selbstvertrauen eingebüßt haben, er nicht. "Ich weiß schon, was ich drauf habe. Mein Job ist es, für das Team zu laufen und Tore zu machen."

Blonde Haare und "Liebe auf den zweiten Blick" 

Klingt einfach, ist es aber nicht. Nicht immer wenigstens. Als er kürzlich im Training zum Elfmeterschießen gegen Ersatzkeeper Marius Funk antrat, zog er den kürzeren. Der Torwart versenkte alle zehn Strafstöße, Keita lediglich neun. Die Wettschuld trägt er jetzt auf dem erblondeten Kopf. "Noch zwei Wochen", ächzte Keita.

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An seinem Selbstverständnis ändert das aber nichts. Und an dem Zutrauen in die Mannschaft, in der er den Sommer-Neuzugang Branimir Hrgota inzwischen zur "Liebe auf den zweiten Blick" erklärt hat. Das System mit zwei Angreifern hilft auch Keita weiter. Von erbittertem Konkurrenzkampf keine Spur. "Das ist ein Ausnahmespieler, das sieht man in jeder Aktion", meint der Stoßstürmer anerkennend. In dieser Form sieht Keita den nächsten Aufgaben optimistisch entgegen. Osnabrück (A), Darmstadt (H) und Sandhausen (A) können kommen: "Respekt haben wir immer. Aber wenn wir alles abrufen und alles funktioniert, dann ist es egal, wer kommt." Noch Fragen?

Florian Pöhlmann

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