Erlanger Sportvereine bereiten sich auf Lockerungen vor

9.5.2021, 21:20 Uhr
Auf das Sportgelände des Erlanger Turnerbundes könnte bald noch mehr Leben einkehren - weiteren Lockerungen sei Dank.

Auf das Sportgelände des Erlanger Turnerbundes könnte bald noch mehr Leben einkehren - weiteren Lockerungen sei Dank. © Harald Sippel, NN

Der Biergarten "Blaue Traube" auf dem Sportgelände des Erlanger Turnerbundes wird am heutigen Montag wieder seine Pforten öffnen. Die Lockerungen in der Stadt, die das Bayerische Gesundheitsministerium am Wochenende genehmigt hat, machen es möglich.

Bis der TB allerdings auch alle möglichen Lockerungen, die für den Sportbetrieb vorgesehen sind, umsetzen kann, wird es wohl noch einige Tage dauern. "Wir müssen uns genau anschauen, was, wann wie vorgeschrieben wird und wie wir das kontrollieren können", sagt Matthias Thurek, Präsident des TB und Vorsitzender des Erlanger Sportverbandes.


Elf Tage unter 100: Diese Lockerungen gelten in Erlangen ab Montag


"Sind momentan noch im Interpretationsmodus"

Er geht davon aus, dass es bei den meisten anderen Sportvereinen der Stadt ähnlich aussieht. "Die Vereine sind momentan noch im Interpretationsmodus. Ich bin mir sicher, dass sich jeder das über das Wochenende zu Gemüte führt und dann schaut, wie es umsetzbar ist."

Die von der Regierung von Mittelfranken und dem Bayerischen Gesundheitsministerium genehmigten Lockerungen sehen vor, dass in Erlangen nun wieder kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Freien erlaubt sind. Dafür müssen die Vereine aber ein eigenes Hygienekonzept entwickeln, das auf dem "Rahmenkonzept Sport" des Innenministeriums beruhen muss.

Keine Selbsttests zuhause

Und dieses sechsseitige Dokument hat es durchaus in sich. Von Aushängen, die etwa auf die FFP2-Maskenpflicht (außer bei der Sportausübung) hinweisen, über den Abstand zwischen zwei Haartrocknern in Umkleiden ist hier vieles vorgeschrieben. Vor allem die Umsetzung einer Sache dürfte die Sportvereine beschäftigen: "Die Frage ist, wie das mit den Tests laufen soll, wer, wie, wo aufs Gelände darf", sagt Thurek. Denn Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den nun wieder zugelassenen Sportangeboten benötigen, sofern sie nicht voll geimpft oder genesen sind, dafür einen höchstens 24 Stunden alten, negativen Coronatest-Nachweis. Den gibt es etwa in der Apotheke. Selbsttests wären nur zulässig, wenn sie unter Aufsicht des Betreibers der Sportstätte stattfinden. Sich zuhause selbst testen und mit dem Ergebnis zum Training gehen, gilt nicht.

Lüftungskonzept vorgeschrieben

Für den Sport im Inneren sieht das Rahmenkonzept zwingend ein Lüftungskonzept vor, das auch Pausen bei Sport in Gruppen alle 20 Minuten vorsieht, in denen für frische Luft gesorgt werden muss. Thurek rechnet deshalb damit, dass die Wiederaufnahme des Kontaktsportes außen den Turnerbund vor weniger Probleme stellen wird als der Indoor-Betrieb. "Wie wir mit dem Innensport umgehen, müssen wir am Montag besprechen", sagt er. Fest steht schon jetzt, dass Duschen und Umkleiden weiterhin geschlossen bleiben werden.

Trotz aller Bürokratie freut sich Thurek über die weiteren Öffnungsschritte. "Das hilft jetzt. In der Summe ist eine positive Entwicklung spürbar. Und die wollen wir unterstützen", so der Sportverbands-Vorsitzende.

Denn sollte der Inzidenzwert in Erlangen drei Tage in Folge wieder über 100 steigen, müssen die Lockerungen zwei Tage nach dem dritten Tag wieder rückgängig gemacht werden.

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