Mittwoch, 23.10.2019

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Ex-Cluberer Stark: Kuriose Hotel-Verletzung verhindert DFB-Debüt

Der Spieler hat sich eine Schnittwunde zugezogen - 11.10.2019 17:23 Uhr

Niklas Stark (vorne) muss weiter auf sein Debüt bei der Nationalmannschaft warten. © Federico Gambarini, dpa


Das erste Kapitel der unendlichen Geschichte trug sich im März zu. Für die Länderspiele gegen Serbien und in den Niederlanden hatte der Bundestrainer erstmals auch Niklas Stark nominiert, der sich bei Hertha BSC ja prima entwickelt.

"Er hat mir gesagt, dass in der Nationalmannschaft ein Umbruch stattfindet und sich daher bewusst einige Chancen für jüngere Spieler bieten. Zudem habe er mich schon länger auf dem Zettel gehabt", erzählte der Ex-Nürnberger daraufhin in einem Interview mit dfb.de.
Dass Stark gegen Serbien und in den Niederlanden nur auf der Bank saß, hatten die Beobachter erwartet, nicht jeder Neuling darf auch gleich mitspielen. Allerdings ging es so weiter: Im Juni in Weißrussland und gegen Estland, im September gegen die Niederlande und in Nordirland. Allesamt Partien der EM-Qualifikation. Joachim Löw wollte offenbar nichts riskieren.

Am Mittwoch, im eigentlich unbedeutenden Freundschaftsspiel gegen Argentinien, sollte es aber endlich soweit sein – wenn sich Stark nicht einen Magen-Darm-Virus eingefangen hätte. Wieder nichts, am Sonntag in Estland wäre der Ipsheimer aber zum Einsatz gekommen, ganz bestimmt.

Verletzung im Hotel

Die Begegnung mit dem Letzten der Qualifikationsgruppe C wird Stark nicht mal im Stadion, sondern vor dem Fernseher verfolgen; am Freitag verletzte sich der 24-Jährige im Mannschaftshotel und musste vorzeitig abreisen. Der DFB bestätigte "eine Wunde am linken Unterschenkel (…), die genäht werden musste und einen Einsatz im Länderspiel gegen Estland ausschließt"; wie das passiert ist, teilte der DFB nicht mit. Somit ist Stark nunmehr auch Träger eines traurigen Rekords: Noch nie musste ein deutscher Nationalspieler in spe länger auf sein Debüt warten wie er.

Zudem musste wohl noch nie ein Verein länger auf einen angeblichen Transfernachschlag warten wie der 1. FC Nürnberg. Wer weiß, vielleicht klappt es ja Mitte November. In den Heimspielen gegen Weißrussland und Nordirland.

Wolfgang Laaß

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