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Ex-Trainer Meyer macht dem Club Mut

Eine Pokalniederlage ist keineswegs ein Maßstab - 08.08.2013 19:07 Uhr

Herzens-Franke mit Job in Gladbach: Dem Club fühlt sich der in Nürnberg lebende Hans Meyer immer noch verbunden.

© Roland Fengler


Ihre bitteren Niederlagen in der ersten Runde des DFB-Pokals nimmt er keineswegs als Maßstab für ihr Leistungsniveau. Kritische Anmerkungen wie Pleite oder Blamage sind ihm ein Dorn im Auge. „Das ist alles großer Quatsch“, behauptet er und erinnert daran, dass Borussia Dortmund vor zwei Jahren mit 0:2 in Offenbach auch in der ersten Runde gescheitert war, aber danach mit erstklassigem Fußball die Meisterschaft geholt habe.

„Ich habe auch nicht vergessen, dass wir 2007 mit dem Club in Cloppenburg schlechter gespielt haben als die jetzige Truppe in Sandhausen, und wir sind sogar Pokalsieger geworden“, nimmt er die Kicker von Trainer Michael Wiesinger in Schutz. Einen Haken hinter die Niederlage machen und durchstarten, empfiehlt er dem 1. FCN und natürlich auch Mönchengladbach.

Der Rat eines erfahrenen Mannes, der nach wie vor in Nürnberg wohnt, sich hier pudelwohl fühlt und auch – dies spürt man in seinen Aussagen – ein Faible für den Altmeister hat. Was aber traut er ihm zu? „Ich muss mich enthalten“, gibt er sich zurückhaltend, „und weiß zu wenig über die Mannschaft.“ In den letzten Jahren habe er sich mit seinen Prognosen mehrfach getäuscht. Obwohl der Club immer wieder seine großen Talente wie zum Beispiel Ilkay Gündogan abgegeben habe, sei ihm ein erfolgreiches Abschneiden gelungen.

Der 70-Jährige, der während seiner Trainerzeit dem ernsten Bundesliga-Geschehen mit flotten Sprüchen („Ich will kein Denkmal, denn das wird von den Hunden angepinkelt“) eine unterhaltsame Note aufdrückte, sieht ein Problem auf die Franken zukommen: „Hoffentlich wirkt es sich nicht negativ aus, dass mit Timm Klose und Timmy Simons zwei wichtige Leute gegangen sind.“

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Gehen Sie davon aus, dass Hans Meyer 75. Geburtstag feiert

Hans Meyer feiert seinen 75. Geburtstag. Sein Name steht für den größten Erfolg des 1. FC Nürnberg in dessen jüngeren Vereinsgeschichte: Im Mai 2007 wurde der Club unter der Regie des gewieften Trainerfuchses zum vierten Mal Pokalsieger. Doch der Wahl-Nürnberger hat sich auch durch seine besondere Außenwirkung Freunde in ganz Fußball-Deutschland gemacht.


Wie der Club, so gehöre auch Mönchengladbach zu dem Kreis von Mannschaften, von denen keine Wunderdinge zu erwarten seien. Über allen thront für ihn der Titelverteidiger. „Bayern München mit seinem großartigen Kader wird in den nächsten Jahren nicht als Nummer eins verdrängt werden können“, legt er sich fest. Ist aber Dortmund nicht in der Lage, daran zu rütteln? „Bei allem Respekt vor der Leistung der Truppe von Jürgen Klopp wird es nur zum zweiten Platz reichen“, meint er. Anderen Klubs aber traut er nicht zu, dieses Erfolgsduo ernsthaft gefährden zu können.


Ein Loblied singt Meyer auf den neuen Bayern-Coach Pep Guardiola: „Der junge Mann hat eine richtig gute Auffassung vom Fußball und imponiert mir mit seiner taktischen Ausrichtung und seiner sympathischen Art.“ Die Erfolge mit dem FC Barcelona sprächen deutlich für ihn. Zum Abschluss des Gesprächs wartet Meyer noch mit einem seiner typischen Sprüche auf: „Es darf nicht vergessen werden, dass die jungen Frauen, die ich kenne, ihn sympathisch und auch gutaussehend finden.“

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Fünf Tore, Brutalo-Fouls und ein Platzverweis: Es war ein hochdramatisches Finale zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem VfB Stuttgart, in dem der Club seine Anhänger wie so oft in ein Wechselbad der Gefühle stürzte, ihnen am Ende aber den wohl größten Moment ihres Fan-Daseins bescherte. Wir blicken zurück auf ein unvergessliches Spiel.


Dieter Bracke

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