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"Extrem heiß": Frey gibt beim Club den Derby-Spezialisten

Mit Rivalitäten kennt der Schweizer sich aus - 21.11.2019 13:34 Uhr

Michael Frey brennt auf das Derby am Sonntag. © Sportfoto Zink / DaMa


So eine Derby-Vorbereitung kann ganz schön schmerzhaft sein. Benedikt Willert wird das bestätigen, der junge Torhüter sorgte am Donnerstagvormittag gleich zwei Mal binnen fünf Minuten für große Erheiterung auf dem Trainingsplatz, nachdem ihm erst Fabian Schleusener und wenig später Mikael Ishak aus kurzer Distanz einen Volltreffer verpasst hatten. Genau da, wo es extrem wehtun kann.

 

 

Michael Frey, der andere Mittelstürmer, ließ Benedikt Willert und später auch Felix Dornebusch hingegen häufig keine Chance. Der Schweizer erzielte ein Tor nach dem anderen, mit links, mit rechts, auch im Derby am Sonntag ruhen viele Hoffnungen auf seinen breiten Schultern. Zumal Michael Frey ein ausgesprochener Derby-Spezialist zu sein scheint.

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Mit seinen 25 Jahren hat er schon den einen oder anderen Vergleich mit Rivalen aus der selben Stadt oder Region hinter sich. Mit Young Boys Bern gegen Thun, mit Lille gegen Lens, mit Fenerbahce gegen Galatasaray und Besiktas, mit dem FC Zürich gegen den Grasshopper Club. Sein wichtigstes Derby? "Ist immer das nächste", sagt Michael Frey, "jetzt bin ich hier." Also zählt für ihn nur der Sonntag, der sportliche Vergleich mit der Spielvereinigung Greuther Fürth.

"Spiel des Jahres für uns"

Wer da und überhaupt die Tore macht, ist ihm ziemlich egal, auch die Art und Weise. Ein Geniestreich wie beim Pokal-Auftritt in Kaiserslautern, als er dem Schlussmann, von hinten kommend, den Ball stibitzte, muss nicht ständig sein, "ich drücke auch gerne mal einen mit dem Knie über die Linie", sagt der Schweizer, der sich nach der Vormittagseinheit noch einige Minuten allein mit dem Trainer-Team unterhielt.

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Um seine Einstellung wird es da eher nicht gegangen sein, die ist immer top. Auf das Derby ist Frey, "extrem heiß, es wird Zeit, dass es weitergeht", sagt er, die Strapazen in der Wettkampfpause machten niemandem etwas aus, weil das Ziel ja eindeutig formuliert ist. Vor einem Derby "fällt es jedem noch ein bisschen einfacher, du bist einfach von Grund auf heiß, weil du in der Stadt ständig darauf angesprochen wirst", so Frey, auch beim Club "spürst du eine spezielle Atmosphäre". Die, so die Hoffnung, auch im Ronhof zusätzlich motivieren soll: "Mit diesem Bauchgefühl auf dem Platz lässt es sich einfacher rennen wie ein Verrückter."

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Vorher wird sich Frey noch die eine oder andere Geschichte anhören. "Einige haben schon ein bisschen erzählt, auch wir neuen Spieler wissen, worum es geht", sagt Michael Frey, "es ist ein Spiel des Jahres für uns, wir sind bereit." Das gilt auch für den jungen Torwart; spätestens bis Sonntag sollte Benedikt Willert wieder schmerzfrei sein.

Ka Depp, Folge 18: Kellers erste Club-Woche

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