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FCN-Finish! "Die Legende lebt", sagt Mathenia - Söder ergänzt

Mit dem Tor in letzter Minute hält der Club die Klasse gegen Ingolstadt - 11.07.2020 22:03 Uhr

Das war knapp: Der Club von Christian Mathenia springt dem Abstieg gerade noch von der Schippe.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Michael Wiesinger (Club-Coach): "Ich bin schon lange dabei, aber das hat alles getoppt. Erste Halbzeit ist nicht viel passiert. Ingolstadt hat uns viel Ballbesitz gegeben. Dann haben wir durch die Standards den Faden verloren, haben schlecht verteidigt. Wir haben uns geschüttelt und sind am Ende All In gegangen und sind glücklicherweise belohnt worden. Das war ein überragendes Tor, das ist für uns elementar wichtig. Der 1. FC Nürnberg spielt nächstes Jahr in der 2. Liga - nur das zählt. Es war ein Gefühlsbad. Wir haben Ingolstadt zurück ins Leben geholt. Das war schon ein Spiel mit dem Feuer, das muss man sagen. Das muss man jetzt analysieren Wenn man das Hinspiel sieht, hätten wir die Dinge besser gestalten sollen. Es ist ein Kampfsieg, den nehmen wir so mit. Wir müssen uns beim Fußball-Gott bedanken, dass er uns nochmal die Hand gereicht hat."

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Christian Mathenia (FCN-Keeper): "Das ganze Jahr war für uns nicht einfach. Wir hatten uns im Hinspiel eine gute Ausgangssituation erspielt. Ingolstadt hat uns dann zweite Halbzeit überrollt. Kompliment auch an Ingolstadt, sie haben es nicht verdient, in der 3. Liga zu bleiben. Ich bin sehr erleichtert. Das war eine nervenaufreibende Saison. Wir haben viele Hürden zu meistern gehabt. Die Legende lebt."

Fabian Schleusener (Nürnbergs Last-Minute-Torschütze): "Unfassbar, mir fehlen wirklich die Worte. Es ist eine riesige Erleichterung, die von uns allen abfällt. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viele Männer in Tränen gesehen habe. Ich habe am Ende nur noch die Traube über mich gespürt, an mir ging sogar vorbei, dass das Tor noch überprüft wurde. Es ist für mich schwer, das Spiel zu analysieren. Ich bin einfach nur in Trance."

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Hanno Behrens (Club-Kapitän): "Ich hab schon dran geglaubt, natürlich, in solchen Momenten denkt man nicht nach, sondern hofft einfach, dass man noch ein Tor macht. Ich weiß nicht mehr, wie ich das Tor erlebt habe. Es ist unglaublich, dass wir das Tor schießen. Solche Momente kann man nicht beschreiben! Emotion pur, Freude pur. Man kann es nicht ganz glauben, dass man innerhalb weniger Minuten die Tore nach Standards kriegt. Wir haben weitergemacht. Wir wussten, dass wir wieder da sind, wenn wir ein Tor schießen. Ausnahmsweise ist der Club kein Depp. Ich glaube, dass wir diese Saison viel Scheiße fressen mussten, viel auf die Fresse bekommen haben."

Ein großes Dankeschön an Marek und Michael Wiesinger.

"Wir hatten auch viel Pech, haben viele Tore in den letzten Minuten bekommen und heute hat sich das mal in die andere Richtung gedreht. Es war Relegation, da ist alles möglich. Wir haben aus dem Spiel gar nichts zugelassen, hatten sogar die besseren Chancen. Vielleicht war das die Unerfahrenheit, wir haben eine junge Truppe. Wir wurden am Ende belohnt für unsere Moral. Schreien kann ich kaum noch, ich bin jetzt schon heiser! Geplant haben wir natürlich nichts, sicherlich werden wir in der Kabine jetzt und auch danach feiern, haben wir uns jetzt verdient, auch wenn es ein schweres spiel war. So einen Moment muss man genießen, da können wir jetzt diese Dreckssaison abhaken. Ein großes Dankeschön an Marek und Michael Wiesinger. Beide sind super Typen, die gezeigt haben, dass sie es drauf haben. Jetzt schauen wir, was passiert, aber das entscheiden andere."

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Die Club-Noten: Schwache Defensive, schwache Offensive, glückliche Rettung

Mit angezogener Handbremse ging der Club in das Relegationsrückspiel und ruhte sich auf dem Sieg vom Dienstag etwas aus. Nach ihrem kuriosen Führungstreffer drehten die Schanzer dann auf und legten gleich zwei Tore nach. Der FCN war eigentlich schon abgestiegen, bis Fabian Schleusener in der allerletzten Sekunde den Ball irgendwie ins Tor bugsierte. Die enttäuschenden Leistungen der Akteure milderte der Treffer jedoch nicht.


Thomas Grethlein (Nürnbergs Aufsichtsratschef): "Mein Puls ist bei 200. Ich bin unheimlich erleichtert. Ich dachte, ich überlebe das nicht."

"Das ist natürlich brutal"

Thomas Oral (Trainer des FC Ingolstadt): "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die etwas Unglaubliches geleistet hat, aber leider um den Lohn ihrer Arbeit gebracht wurde. Fakt ist, dass wir eine Nachspielzeit hatten, die für mich unverständlich ist. Wenn Kontakt da ist, ist es ein Foul. Das ist natürlich brutal. Was soll ich dazu sagen."

Markus König (Nürnbergs Oberbürgermeister): "Warum ich Clubfan bin? Weil wir es immer ein bissle spannend machen"

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Wiesingers 97 Relegationsminuten: Chaos und Rettung in letzter Sekunde

90 Minuten an der Seitenlinie sind für einen Trainer alles andere als entspannt. Für Interims-Clubtrainer Michael Wiesinger waren die zirka 97 Minuten im zweiten Relegationsspiel seines 1. FC Nürnberg gegen den FC Ingolstadt eine emotionale Achterbahnfahrt, die wirklich in aller letzter Sekunde den nicht mehr für möglich gehaltenen Treffer von Fabian Schleusener und den damit verbundenen Last-Minute-Klassenerhalt beinhalten.


Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident): "Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt. Der Club hat es wirklich spannend gemacht. Jetzt freuen sich viele Franken. Die Legende lebt doch noch - auch wenn’s eine ganz schöne Zitterpartie war."

"Bravo Club, danke!"

Christian Vogel (Dritter Nürnberger Bürgermeister): "Bravo Club, danke! Auch wenn ich zwischendurch fast wahnsinnig wurde !!!!!"

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Einzelkritiken nach dem Klassenerhalt: Die Abrechnung für den FCN

Dank Schleuseners Stocher-Tor rettet sich der 1. FC Nürnberg im aller letzten Moment vor dem Sturz in die Drittklassigkeit. Trotz des Jubelgrundes fallen die Noten und Kritiken von NZ-Sportredakteur Stefan Jablonka leistungsgerecht eher schlecht aus. Lediglich Erras, Ishak und Valentini kommen gut beziehungsweise glimpflich davon.


ako

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