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FCN im Notenvergleich: Gutes Ergebnis, schlechte Leistung

Nur Erras und Schleusener überzeugen am letzten Zeugnistag - 15.07.2020 08:12 Uhr

Großer Jubel nach einer schwachen Leistung und einem glücklichen Saisonfinale.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr


Bei all der Freude, Erleichterung und dem Jubel nach Schleuseners spätem Stocher-Treffer gilt es auch bei der Bewertung des letzten Spiels der abgelaufenen Saison nüchtern und sachlich zu bleiben – den vergebenen Noten nach zu urteilen wussten sowohl User als auch der kicker und die NZ-Redaktion die Leistung in Kontrast zum Spielausgang gut einzuordnen.

Vierer für die Viererkette, Fünfer für den Kapitän

Angesichts der drei Gegentore dürfte es nicht verwunderlich sein, dass weder Torwart Mathenia, der vor dem 0:1 unglücklich und dilettantisch Erras anfaustete, noch die von den Nutzern allesamt mit Noten im Vierer-Bereich ausgezeichneten Verteidiger zu überzeugen konnten. Einzig Enrico Valentini erhielt zumindest von Seiten der Redaktion das Prädikat "befriedigend", bescheinigt diese dem 31-Jährigen doch eine energische Zweikampfführung und ein gutes Stellungsspiel. Genau andersrum ist bei Schlussmann Mathenia: Wurde seine Leistung von Seiten der Redaktionen jeweils mit einer desolaten Fünf bewertet, reichte es bei den Fans zumindest für die Note 3,8 – auch, weil der Torhüter trotz seines Fauxpas als Führungsfigur voranging und permanent kommandierte.

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Einzelkritiken nach dem Klassenerhalt: Die Abrechnung für den FCN

Dank Schleuseners Stocher-Tor rettet sich der 1. FC Nürnberg im aller letzten Moment vor dem Sturz in die Drittklassigkeit. Trotz des Jubelgrundes fallen die Noten und Kritiken von NZ-Sportredakteur Stefan Jablonka leistungsgerecht eher schlecht aus. Lediglich Erras, Ishak und Valentini kommen gut beziehungsweise glimpflich davon.


Mit diesem Auftreten unterstütze er auch seinen Kapitän, der einmal mehr zwar Einsatz und Leidenschaft an den Tag legte, aber erneut nicht zu überzeugen und dem Spiel Struktur zu verleihen wusste. Auffällig: Gerade in jenen Phasen der Spielzeit, in denen das Team einen Spielführer, der vorangeht, am meisten braucht, liefert der 30-Jährige nicht. In den neun Zweitliga-Partien des Saison-Endspurts seit dem Re-Start kommt der Capitano auf einen bedenklichen kicker-Notendurchschnitt von 3,94. Im Relegations-Rückspiel kassierte er zwei Fünfer. Dennoch: Behrens warf sich in jeden Zweikampf und tat damit alles in seiner derzeit schwachen Verfassung in seiner Macht stehende, um den Klassenerhalt einzutüten.

Erras überzeugt

Den einzigen Lichtblick im Defensivkonstrukt bildete somit Patrick Erras. Der Hüne sorgte im Aufbau für Struktur, verteilte souverän die Bälle und assistierte Fabian Schleusener mit einer No-Look-Bogenlampe zum entscheidenden Treffer. Die NZ-Redaktion kürte ihm zum notenbesten Spieler des Spiels. Schade nur, dass jener überzeugende Auftritt der letzte des gebürtigen Ambergs im Trikot des FCN sein dürfte: Angeblich besteht ein Interesse aus Bremen.

Bei seinem schwedischen Kollegen Mikael Ishak dürfte die Sache klar sein, den 27-Jährigen zieht es wohl zum polnischen Spitzenklub Lech Posen. Bei der Bewertung seines letzten Einsatzes für den Club scheiden sich ein wenig die Geister: Während die NZ eine solide Drei vergab, bewertete der kicker die Leistung des Stürmers mit der Note 4,5. Die Meinungen der User pendelten sich ungefähr in der Mitte bei 3,9 ein. Einigkeit bestand bezüglich den verbliebenen drei Offensivkräften Adam Zrelak, Robin Hack und Fabian Nürnberger. Während letzterer im Hinspiel zum Man of the Match avancierte, nahm im Rückspiel sein Namensvetter Fabian Schleusener die Rolle des Relegationshelden ein: Der kicker vergab für den Joker und Torschützen die Note Zwei.

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Die Club-Noten: Schwache Defensive, schwache Offensive, glückliche Rettung

Mit angezogener Handbremse ging der Club in das Relegationsrückspiel und ruhte sich auf dem Sieg vom Dienstag etwas aus. Nach ihrem kuriosen Führungstreffer drehten die Schanzer dann auf und legten gleich zwei Tore nach. Der FCN war eigentlich schon abgestiegen, bis Fabian Schleusener in der allerletzten Sekunde den Ball irgendwie ins Tor bugsierte. Die enttäuschenden Leistungen der Akteure milderte der Treffer jedoch nicht.


sde

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