Dienstag, 12.11.2019

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FCN-Keeper Lukse: "Wir sind ein bissl in der Scheißgasse"

Nürnbergs Schlussmann hadert mit den verpassten Konterchancen - 28.10.2019 05:26 Uhr

Hanno Behrens, Andreas Lukse, Lukas Mühl: So sieht Enttäuschung aus. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / DaMa


Andreas Lukse hatte ja mit vielem gerechnet. Womöglich sogar damit, dass die Regensburger in der Schlussphase noch ihren Torhüter bei Standards nach vorne schicken, um ihr Glück auf einen Punktgewinn zu erzwingen. "Er kommt in den letzten zwei Minuten zweimal zum Ball. Einmal mit dem Fuß, einmal mit dem Kopf", sinnierte Nürnbergs Torhüter einigermaßen verständnislos über die Tatsache, dass sein Pendant Alexander Meyer in der Nachspielzeit nicht nur in seinem Strafraum auftaucht war, sondern auch noch der gefeierte Vorlagengeber zum 1:1 wurde.

Meyers ersten Versuch mit dem Fuß, der zu einer Bogenlampe mutierte und über ihn ins Tor zu fallen drohte, hatte Lukse gerade noch parieren und mit der Hand über die Torlatte lenken können. Doch nach dem anschließenden Eckball wusste ein wild entschlossener Meyer ein Kopfballduell für sich zu entscheiden. Den verlängerten Ball brauchte Jan-Marc Schneider nur noch zum 1:1-Endstand über die Linie zu drücken. "Im Moment sind wir ein bissl in der Scheißgasse wie man in Österreich sagt", stöhnte Lukse, der als Mathenia-Ersatz auch im zweiten Spiel nach dem 3:4 in Aue noch ohne Sieg ist – was keinesfalls an ihm und seinen Leistungen liegt.

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Enttäuschend erfolglos ist die Lage aber insgesamt beim 1. FC Nürnberg und das vor allem zu Hause. Dass es nach zuvor drei Punkteteilungen nicht zwangsläufig zu einer vierten hätte kommen müssen, wäre leicht zu verhindern gewesen. Nur mit der Umsetzung, die Partie angesichts einiger reizvoller Konterchancen klarer für sich zu gestalten, tat sich der qualitativ gut bestückte Club wieder einmal unnötig schwer. "Wir kriegen unglückliche Gegentore am Ende. Aber wir müssen auch den Sack besser zumachen", monierte Lukse, der mit der Zeit schon ahnte, dass die knappste aller Führungen noch einmal in Gefahr geraten würde: "Ein Tor Unterschied ist sehr wenig, da riskieren die Gegner dann doch alles. Aber das müssen wir eben auch ausnutzen."

Tat der Club jedoch erneut nicht. Die verpassten Gelegenheiten wollte der 31-jährige Torhüter den Feldspielern aber natürlich nicht unter die Nase reiben. "Wir sind alle nur Menschen. Wir haben wenig Erfolgserlebnisse vor allem zu Hause, das nagt schon ein bisschen", weiß er um die allgemeine Gefühlslage und versuchte sich lieber mit einer gewagten These zu beruhigen: "Wir sind immer dem Sieg näher, als der Niederlage."

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Stefan Jablonka

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