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FCN-Verteidiger Mühl: "Haben das Zeug, sie zu stoppen"

Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen gibt sich der Club-Profi selbstbewusst - 03.12.2018 12:11 Uhr

Glaubt fest daran, gegen Leverkusen bestehen zu können: Abwehrspieler Lukas Mühl. © Sportfoto Zink/WoZi


Die Abwehralternativen sind nach den Ausfällen der Rechtsverteidiger Enrico Valentini und Robert Bauer überschaubar. Immerhin der genesene Brasilianer Ewerton könnte dem Defensivverbund zu mehr Stabilität verhelfen. Wenngleich das Selbstbewusstsein beim Tabellensechzehnten auch nach sechs sieglosen Spielen nicht besonders gelitten zu haben scheint.

"Klar hat Leverkusen eine super Qualität. Aber wir haben das Zeug, sie zu stoppen", stellte Lukas Mühl unbeeindruckt fest. Den Makel von 29 Gegentoren in zwölf Partien nimmt der 21-jährige Innenverteidiger zur Kenntnis. Mehr nicht. "Für die Mannschaft sind fünf Gegentore schon Bretter. Wir wissen alle, dass wir da besser arbeiten müssen", blickt er auf das 2:5 beim FC Schalke 04 zurück. Doch das Verteidigen, "das fängt vorne an. Genauso, wenn wir ein Tor schießen, fängt das von hinten an".

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Auch wenn sein persönliches Frust-Konto gut gefüllt sein dürfte, die spannenden Duelle mit den Topstürmern der Liga sind für den Oberpfälzer auch die schmerzhafteste Erfahrung wert: "Als Abwehrspieler kannst du halt nur glänzen, wenn man nichts von dir hört oder keiner von dir redet. Dann hast du einen relativ guten Job und auch nichts falsch gemacht."

Die Phase des Dazulernens ist für den Aufsteiger eben noch nicht abgeschlossen. Tor für Tor wird nach jedem Spiel genau analysiert – in der Hoffnung, den Fehler nicht zu wiederholen. "Jeder wird mit den Szenen konfrontiert, das ist nicht immer schön, bringt uns aber hoffentlich weiter. Jetzt gehen wir das gegen Leverkusen an", meinte Mühl fast schon trotzig: "Ich habe keine Zweifel. Wir müssen nur die Konstanz hinbekommen."


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Mut macht ihm der starke Auftritt ebenfalls vor heimischem Publikum gegen Eintracht Frankfurt, dem die Krönung in Form eines 1:0-Erfolgs nur wegen des Ausgleichstreffers von Sebastien Haller in der Nachspielzeit verwehrt geblieben war. "Wenn man sieht, was Frankfurt jetzt alles gewonnen hat – nur nicht gegen uns –, so schlecht können wir also nicht sein." Mühls einfache Gleichung: Die schon öfter auch über weite Phasen des Spiels gezeigten Qualitäten müsse man eben über die volle Distanz von 90 plus x Minuten abrufen. "Es ist nicht das Spielerische oder Taktische, das uns fehlt. Es ist einfach der Schädel im Fußball. Darum geht’s. Und da müssen wir uns diesmal wieder gut einstellen."

 

Diese hübsche Theorie gegen Bayer aber nur mit einem veritablen Verteidigungsplan in die Tat umzusetzen, um sich wenigstens einen Punkt zu ermauern, wäre für Mühl nicht der richtige Ansatz: "Wenn wir uns nur hinten reinstellen, kommt jede Minute ein Angriff auf uns zu. Davon haben wir nichts. Da sind wir dann noch mehr unter Stress."

Vielmehr gilt es, den Gegner möglichst weit weg vom eigenen Tor zu halten, indem man ihn durch regelmäßige Nadelstiche beschäftigt, und sich bei Ballverlust schnell wieder zurückzieht, um die konterstarken Offensivspieler wie Karim Bellarabi, Kevin Volland, Julian Brandt oder Kai Harvertz um deren Qualitäten zu berauben. "Wir müssen gleich am Mann dran sein, wenn er den Ball bekommt. Wenn sie ins Laufen kommen, wird es schwieriger", warnt Mühl. Aber eben auch nicht ganz unmöglich.

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Stefan Jablonka

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