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Fit für Mai - oder später: FCN-Athletikcoach Klausner ist gefragt

Der Österreicher erstellt individuelle Trainingspläne - 02.04.2020 15:17 Uhr

Athletiktrainer Florian Klausner steht aktuell vor der Herausforderung, den Club bis zu einem weitgehend unbestimmten Zeitpunkt fit zu halten. © Sportfoto Zink / DaMa


Als Florian Klausner im Sommer 2018 als neuer Athletiktrainer des 1. FC Nürnberg vorgestellt wurde, empfing der zu dem Zeitpunkt noch als Club-Coach angestellte Michael Köllner den Österreicher gewohnt schwärmerisch am Valznerweiher und lobte den "Top-Job", den dieser bereits in Düsseldorf geleistet habe. Eine eben solche Höchstleistung muss der 38-Jährige vor allem aktuell an den Tag legen.


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Die Corona-Krise stellt eine große Herausforderung für Spieler und Trainer der Profi-Vereine dar und gerade in einer Zeit, in der Mannschaftstraining nicht möglich ist, ist der Athletiktrainer besonders gefragt. "Keiner von uns nimmt sich wichtig oder ist wichtiger als der andere. Was stimmt ist, dass die Spieler aktuell ausschließlich im Athletik-Bereich arbeiten können", sagte Klausner der Bild-Zeitung gegenüber bescheiden.

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Besonders die 14-tägige Quarantäne des FCN machte es dem ehemaligen Sportdirektor von Wacker Innsbruck nicht leicht. Selbstständige Laufeinheiten und Sprinttraining fielen damit weg, die Profis mussten sich innerhalb ihrer eigenen vier Wände fit halten. Gezwungenermaßen wurde daher der Fokus auf Kraft- und Stabilisationsübungen gelegt, später bekamen die Profis Geräte nach Hause geliefert, um zumindest auf dem Laufband größere Distanzen als die vom Wohnzimmer bis zum Schlafzimmer zurücklegen zu können.

Inzwischen dürfen die meisten Profis, Trainer und Funktionäre des Club ihre Wohnungen wieder verlassen, an Mannschaftstraining ist aber noch nicht zu denken. Stattdessen hat Klausner in enger Zusammenarbeit mit Trainer Jens Keller den einzelnen Spielern individuelle Trainingspläne erstellt, deren Ausführung und Intensität er über die Daten der Profis zuhause überprüfen kann. Läufe im Freien sind dabei jetzt wieder möglich, ebenso wie Sprinttraining und schnelle Richtungswechsel, die im Fußball besonders wichtig sind. Zumindest in Kleingruppen darf der FCN nun auch wieder auf dem gründlich gereinigten Gelände am Valznerweiher ran.


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Das Schwierigste an der aktuellen Situation ist aber, dass er die Einheiten und Intensität nicht auf einen bestimmten Endzeitpunkt ausrichten kann. "Der Trainingsplan ist darauf ausgelegt, dass es Anfang Mai mit der Saison weitergeht. Sollten die Spiele dann in kurzen Abständen stattfinden, wäre die Intensität sehr hoch." Auch darauf muss er die Spieler einstellen.

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Um sich entsprechend auf eine Fortsetzung des Ligabetriebs einzustellen, wären laut Klausner mindestens zwei bis drei Wochen Mannschaftstraining mit Ball nötig. Darüber, dass diese Zeit nicht genug sein könnte, macht der Österreicher sich aber keine Gedanken: "In der Sommer- und vor allem in der Wintervorbereitung ist die Mannschaft auch nur zwei bis drei Wochen zusammen vor dem ersten Spiel." Und dank Florian Klausner ist der Athletikbereich ja bereits gut abgedeckt.

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ako

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