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Flaute beim FCN: Frey bereut seine Leihe nicht

Großer Klub, kleine Ziele: Club-Angreifer will raus aus der Frust-Falle - 06.12.2019 16:26 Uhr

Michael Frey weiß auch, wie man sich akrobatisch in Szene setzt. Beim Torabschluss fehlt dennoch aktuell die Präzision. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Ka Depp - Der Club-Podcast, Folge 21: Der nächste Tiefpunkt

Am Donnerstag gab der Schweizer einem Journalisten auf diese Frage vielmehr eine unmissverständliche Antwort: "Ich glaube, wenn man zu so einem großen Klub wechseln kann, dann verwechselt man sich nicht", sagte der Club-Angreifer.

Auch vier Monate nachdem ihn eine gewiss lukrative Offerte in Verbindung mit der reizvollen Perspektive auf den Bundesliga-Aufstieg aus Istanbul von Fenerbahce in die Noris gelockt hat, bereut der 25-Jährige seine einjährige Ausleihe nicht. "Natürlich ist in unserer Situation nicht alles wunderbar, das ist klar. Aber ich kann mich hier jeden Tag weiterentwickeln und habe in der kurzen Zeit auch schon Fortschritte erzielt."

"Wir versuchen da rauszukommen" 

Obwohl sich die interne Zielsetzung in Wohlgefallen aufgelöst hat und inzwischen Existenzkampf herrscht, versprüht er in dieser ungemütlichen Phase sogar Optimismus, dass sich beim 1. FC Nürnberg an der verzwickten Situation schon bald wieder Grundlegendes ändern könnte: "Jeder kämpft, niemand ist zufrieden. Wir haben unsere Situation angenommen und versuchen, da rauszukommen."

Nicht nur fußballerisch setze man sich intensiv mit den aktuellen Problemen in der zweiten Bundesliga gemeinsam auseinander: "In solchen Situationen kann eine Mannschaft auch zusammenwachsen. In guten wie in schlechten Zeiten - das ist wie in einer Ehe." Für ein Donnerwetter hatte zuletzt Sportvorstand Robert Palikuca mit einer Kabinenpredigt gesorgt. "In so einer Situation müssen einige Worte gesagt werden, das war richtig und das haben wir angenommen", berichtete Frey.

Latte und eine Klärung vor der Linie 

Für ihn persönlich hatte die Saison vor allem zu Beginn gute Momente bereitgehalten. Dem Schweizer gelangen zwei Treffer, drei weitere bereitete er vor. Der Leihstürmer heimste insgesamt gute Noten ein, weil er unermüdlich für das Team arbeitete und dabei den Eindruck hinterließ, jederzeit brandgefährlich sein zu können. Doch seit fünf Spielen wartet er nun schon auf ein weiteres Tor.

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Gegen Wehen Wiesbaden (0:2) traf er zuletzt die Latte. Ein Schuss wurde kurz vor der Linie geklärt. "Es hat immer einen Grund, warum der Ball nicht reingeht. Da kann man dann rumstudieren . . ." Er selbst will sich über seine Ladehemmung aber nicht zu sehr den Kopf zermartern. "Ich hatten in den letzten beiden Spielen zehn Torschüsse, das ist sehr gut, weil das bedeutet, dass ich zum Abschluss komme. Das ist wichtig."

Auch am Montag in der Partie beim VfB Stuttgart will er wieder mit aller Vehemenz versuchen, seiner Kernkompetenz nachzukommen: "Es gibt nur eins: weiter in den Sechzehner gehen, schauen, dass man zum Abschluss kommt. Irgendwann geht der Ball auch wieder rein." 

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Stefan Jablonka

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