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Flotter Freigeist für den FCN: Dovedan will rasch hoch

Nach dem ersten Training: Club-Zugang spricht über sich und seine Ziele - 02.07.2019 17:32 Uhr

Er soll schnell wieder nach oben gehen: Die Ziele von Nikola Dovedan sind deckungsgleich mit den Club-Zielen. © Wolfgang Laaß


"Es sollte das Ziel von jedem Spieler sein, in der Bundesliga zu spielen", sagt Nikola Dovedan. Seines ist es jedenfalls. Das spricht der Club-Zugang, der am Vortag beim vorerst wieder klassentieferen FCN einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, ganz offen aus. Und selbstbewusst in die Aufnahmegeräte, die sich Dovedan nach seiner ersten Trainingseinheit am Neuen Zabo entgegenstrecken.

"Am liebsten mit Nürnberg", schiebt der in Tulln an der Donau geborene Österreicher hinterher. Man darf Dovedan abnehmen, dass er damit nicht schon jetzt einem späteren Club-Abgang vorbauen wollte. In Zeiten, in denen einem Treueschwüre schnell einmal auf die Füße fallen - vor allem, wenn das mit dem In-der-Bundesliga-Spielen für Dovedan und den FCN etwas länger auf sich warten lässt als geplant. Schließlich ist Nikola Dovedan ja gerade erst angekommen beim aufstiegswilligen Altmeister.

Zuvor hatte die erhoffte Verstärkung für Nürnbergs in Bayreuth zuletzt lahmendes Kreativzentrum, auch Dinge gesagt, die man von Neuzugängen in der Noris erwartet, man dennoch aber immer wieder gerne hört. “Nürnberg ist ein großer Verein. Da ist eine große Geschichte dahinter. Ich freue mich, dass ich nun Teil davon bin“, erklärte Dovedan, der am Dienstagvormittag erstmals mit den neuen Kollegen probte . Und betonte, was man ebenfalls erwarten durfte: Nämlich, dass Damir Canadi, der neue Coach des FCN, bei seinem Entschluss, zum Club zu kommen, "eine ganz entscheidende Rolle" gespielt habe. "Wenn man den Trainer gut kennt und mit ihm erfolgreich war, bleibt das immer in guter Erinnerung".

Wiederholung erwünscht 

Erfolgreich hatten Canadi und Dovedan ab Sommer 2016 für ein knappes halbes Jahr beim SCR Altach zusammengearbeitet, wo die Karriere des vom LASK nach Vorarlberg verliehenen Offensiv-Quirl mächtig Fahrt aufnahm. Dovedan wurde in Österreichs höchster Spielklasse unter Canadi zur Stammkraft. Und steuerte mit sechs Treffern seinen Teil zur Fortschreibung des Fußball-Märchens bei, das für Altach zum zweiten Mal in Folge in der Europa-League-Quali mündete.

Europa ist für Nürnberg noch ein bisschen weg. "Natürlich hoffen wir beide, dass das auch hier so sein wird", sagt Dovedan dennoch mit Blick auf eine im Optimalfall erneut erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Coach, der auch diesmal die treibende Kraft bei seinem Transfer war. "Ich weiß, was der Trainer von mir verlangt“, sagt der bald 25-Jährige, den sie in Heidenheim nur ungern ziehen ließen.

"Ich komme gern aus der Tiefe"

In den vergangenen zwei Runden machte der ehemalige ÖFB-Junior mit serbischen Wurzeln regelmäßig als Torschütze und Vorbereiter auf sich aufmerksam. “Am liebsten spiele ich Freigeist. Dass ich mich bewegen kann, wo ich will. Aber klar, bei jedem Trainer gibt es neue Systeme und neue Spielideen“, sagt Dovedan, der für den Ostalb-Klub in der zurückliegenden Zweitliga-Saison acht Treffer erzielte, sechs Tore vorbereitete und darüber hinaus mit starker Technik und flotten Vorstößen aus dem zentralen Mittelfeld heraus Eindruck machte. "Ich komme gern aus der Tiefe, mit Tempo, gehe ins Eins-gegen-eins. Ich möchte das Spiel von Nürnberg variabler gestalten, damit wir mehr Möglichkeiten haben und damit da nicht nur einer ist, der Tore schießt", beschreibt sich der neue Offensivantreiber selbst. 

Er habe sich "schnell für Nürnberg entschieden, da klar war, dass hier etwas entstehen wird", sagt der Club-Ösi.Und landete noch einmal bei seinen Plänen. Bei Plänen, die sich mit denen des Vereins decken, laut Dovedan "klare Devise" sind. "Ich will so schnell wie möglich oben mitspielen - mein Leben lang zweite Liga, ist nicht mein Ziel. Und auch nicht das vom Verein.“  

apö / la

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