"Fokussiert bleiben": Das schöne Club-Gefühl soll halten

21.2.2021, 17:27 Uhr
Schuss ins Glück: Mats Möller-Daehli trifft in Karlsruhe

Schuss ins Glück: Mats Möller-Daehli trifft in Karlsruhe © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Vor zwei Wochen hat der 1. FC Nürnberg beim SV Darmstadt ein Fußballspiel gewonnen. Das ist unter anderem deshalb in Erinnerung geblieben, weil der 1. FC Nürnberg seit einiger Zeit nicht mehr ganz so häufig Fußballspiele gewinnt. Es ist aber auch deshalb in Erinnerung geblieben, weil ein einigermaßen kurioses Tor kurz vor dem Ende diesen Sieg erst sicherte. Ein Darmstädter Verteidiger bugsierte damals mit großer Lässigkeit und unbedrängt per Kopf den Ball ins eigene Tor.

Beim Club war das allen sehr egal, sie freuten sich so gut es ging - und verloren eine Woche darauf wieder ein Fußballspiel. Verloren gegangen war also die gute Laune, als sie sich zur nächsten Auswärtsfahrt aufmachten. Beim KSC, der formstärksten Zweitliga-Mannschaft des Jahres 2021, sollte mal wieder eine Wende zum Guten gelingen. Die Aussichten waren nicht die besten, die vorübergehende Wende gelang beim 1:0 dennoch. Warum? Weil ihnen kurz vor dem Ende wieder einmal ein kurioses Tor gelungen war.

Kurz vor dem Schluss einer Partie, die die Nürnberger mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit geführt hatten, schien sich der Club genau so wie der KSC mit dem einen Punkt schon anfreunden zu können. Wie damals in Darmstadt schlug Torwart Christian Mathenia aber noch einmal einen weiten Ball nach vorne. Ein Spieler des Gegners, der den Ball ins Tor befördert, fand sich diesmal nicht. Stattdessen aber immerhin einer, der beim Klärungsversuch einen Kollegen abschoss. Von dort prallte der Ball zu Manuel Schäffler, der aber am Torwart scheiterte. Schlimm war das allerdings nur für Schäffler, nicht für den Club.

Ein schönes Gefühl, ein nicht so schönes Fußballspiel

Der hat sich im Winter Mats Möller-Daehli in die Mannschaft geholt und dieser Mats Möller-Daehli stand nun so, wie sich das die Verantwortlichen ungefähr vorgestellt haben dürften bei seiner Verpflichtung: goldrichtig. Möller-Daehli traf, der Club jubelte und sprang in der Tabelle auf Platz zwölf. "Ein schönes Gefühl", sagte Möller-Daehli später über die Sekunden nach seinem Treffer.

Über das Spiel an sich sprach er anders: "Es war kein schönes Fußballspiel." Das ist aber seit jeher den Siegern einigermaßen egal und so verhielt sich das bei den Nürnbergern nicht anders. "Die Mannschaft hat gearbeitet und war fleißig", sagte Trainer Robert Klauß, dem der Fleiß vor einer Woche noch etwas zu kurz gekommen war, "wir haben ein Zeichen gesetzt."

Gerade noch rechtzeitig haben sie dieses Zeichen in die aufkommende Unruhe hineingesetzt. Dass die mit diesem Sieg noch nicht beendet ist, ahnt Klauß auch. Deshalb sagte er ebenfalls noch: "Jetzt geht es darum, was wir daraus machen." In einer Woche gegen Braunschweig wird man das dann sehen. Der Torschütze vom Sonntag jedenfalls wusste, worauf es ankommt: "Fokussiert bleiben."

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