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Franken treffen Schwaben: Bamberg erwartet Kellerkind Ulm

Bambergs Basketballer freuen sich aufs doppelte Wiedersehen - 16.11.2019 11:02 Uhr

Will, dass seine Bamberger nicht nachlassen: Headcoach Roel Moors. © dpa


Für die Mannen von Headcoach Roel Moors könnte es derzeit kaum besser laufen. In der heimischen Liga ist man aktuell erster Bayern-Jäger und holte sich beim 106:81-Kantersieg in Bonn den fünften Erfolg in Serie. Auch international kommen die Oberfranken immer besser in Schwung. Angeführt von Tre‘ McLean (23 Punkte) holte das Brose-Team zuletzt am Mittwoch ein 76:55 in Riga und ist nun auch in BCL-Gruppe C nach dem dritten Sieg in Serie mittendrin im Kampf ums Weiterkommen. "Wir bewegen uns in die richtige Richtung. Wenn wir jetzt aber sagen, wir sind zufrieden mit dem Erreichten, dann hören wir damit auf. Daher: es ist eine schöne Momentaufnahme, mehr aber auch nicht", fasst Headcoach Moors den Lauf seines Teams nüchtern zusammen.

Ganz anders sieht die Situation beim Kontrahenten aus Ulm aus: Genau wie Bamberg leiteten die Schwaben im Sommer den Total-Umbruch ein. Trainer-Urgestein Thorsten Leibenath wechselte auf den Posten des Sportdirektors und stand vor der Aufgabe, zusammen mit seinem Nachfolger Jaka Lakovic ein neues Teamgefüge aufzubauen. Zum Saisonstart sah es nach zwei Heimsiegen gegen Vechta (Liga und Pokal) auch gut aus, doch seitdem setzte es eine Pleite nach der anderen für das Ratiopharm-Kollektiv, das im Tableau inzwischen bis auf Rang 14 durchgereicht wurde. Auch international im Eurocup haben die Ulmer nach nur einem Sieg aus bislang sieben Partien nur noch theoretische Chancen auf die nächste Runde.

"Eine Menge Spieler mit sehr viel Talent"

"Sie haben ein paar Probleme. Allerdings: vor allem offensiv haben sie eine Menge Spieler mit sehr viel Talent, die einem weh tun können", macht Roel Moors kein großes Geheimnis daraus, dass Ulm stärker ist, als es derzeit aussieht. Geleitet wird das Ulmer Spiel vom 18-jährigen Ausnahmetalent Killian Hayes (5,7 Assists pro Partie), der unter der Woche gegen Andorra mit 19 Punkten und sechs Rebounds bester Ulmer war. Ebenfalls 19 Zähler gingen auf das Konto von Isaiah Briscoe, der als Ersatz für den verletzten Tyler Harvey nachverpflichtet wurde und damit angedeutet hat, dass er noch sehr wichtig für die Schwaben werden kann. BBL-Topscorer der Lakovoc-Truppe ist Zoran Dragic mit durchschnittlich 16,4 Punkten. Der slowenische Veteran fehlte die letzten Spiele verletzungsbedingt, befindet sich aber wieder im Teamtraining und wird gegen Bamberg wahrscheinlich ins Roster zurückkehren. Unter dem Korb stellt sich Grant Jerrett, der sich mit 5,3 im Schnitt die meisten Rebounds greift, dem Center-Duell mit Assem Marei.

"Mit Ulm kommt eine Mannschaft, die noch nicht da steht, wo sie gerne hin möchte. Das macht sie gefährlich", fasst Louis Olinde die Ausgangslage im Vorfeld zusammen. Und obwohl auch zahlenmäßig alles für Brose spricht – Bamberg hat abgesehen von der Freiwurfquote in allen spielrelevanten Statistiken die Nase vorne - fordert der Mann mit der Nummer 16 auf dem Jersey von Beginn an volle Konzentration von sich und seinen Mitstreitern, "um sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen."

Wiedersehen mit Heckmann und Obst

Als einer der wenigen, die noch aus der letzten Saison übriggeblieben sind, kann sich Louis Olinde abseits des Parketts auf ein Wiedersehen mit Patrick Heckmann und Andreas Obst freuen. Beide Nationalspieler haben in den letzten Jahren das Brose- bzw. das Baunach-Trikot getragen und kehren nun mit Ulm nach Freak City zurück. "Vor und nach der Partie ist man gut miteinander, während des Spiels aber ruht die Freundschaft natürlich", gibt Olinde klar zu verstehen.

Nach Ulm geht es für Brose Bamberg am Mittwochabend in der Basketball Champions League weiter. Zu Gast in der "Frankenhölle" ist dann das griechische Team aus dem Athener Vorort Peristeri. In der BBL geht es am kommenden Wochenende nach Frankfurt.

Benjamin Strüh

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