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Frostige Vorbereitung: Köllner feilt am Derby-Double-Plan

Der Club-Coach nimmt gegen Fürth die Favoritenrolle an - 02.03.2018 12:20 Uhr

Im Hinspiel konnte Club-Coach Michael Köllner mit den FCN-Fans feiern. Dem 3:1 im Ronhof soll nun der zweite Derbysieg der Saison folgen. © Sportfoto Zink / WoZi


Just vor dem traditionell von großem Ballyhoo begleiteten Treffen mit der SpVgg Greuther Fürth sind sie beim 1. FC Nürnberg mal eben auf Tauchstation gegangen. Trainiert wurde und wird in dieser Woche konsequent unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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Wer Spieler zu Gesicht bekommen wollte, musste sich schon zur Freizeitmesse bequemen, wo Ewerton, Federico Palacios, Tim Leibold, Mikael Ishak, Kevin Möhwald und Sebastian Kerk fleißig Autogramme schrieben. Wird das 264. fränkische Kräftemessen am Samstag (13 Uhr) diesmal also zur geheimen Kommandosache, bastelt Trainer Michael Köllner hinter verschlossenen Türen an der perfekten Derbytaktik?

"Wir bereiten uns ganz normal vor" 

Nein, sagt Köllner, "für mich ist das ein Spiel wie jedes andere, wir bereiten uns ganz normal vor." Verantwortlich für das Versteckspiel am Valznerweiher ist vielmehr Hartmut. Das Hochdruckgebiet, das Franken dieser Tage mit sibirischer Polarluft überzog und die Menschen bibbern ließ, hat auch Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb. "Natürlich werden wir den kalten Temperaturen etwas aus dem Weg gehen und dosierter trainieren", hatte Köllner zu Wochenbeginn angekündigt, "beim Laufen dreht’s dir ja nach ein paar Minuten die Gurgel zu." Deshalb versucht der Coach, seinen Trainingsplan zumindest nach den wenigen Sonnenstunden auszurichten und notfalls eben vor der frostigen "Russenpeitsche" in den kuscheligen Kraftraum zu flüchten.

Dem Duell mit dem Nachbarn blickt Köllner relativ entspannt entgegen, auch die Favoritenrolle nimmt er selbstbewusst an. "Wir brauchen uns nicht kleiner zu machen, als wir sind", sagt der 48-Jährige und verweist dabei nur auf die aktuelle Faktenlage: Seine Mannschaft grüßt als Spitzenreiter, ist seit nunmehr elf Partien ungeschlagen und hatte bereits das Hinspiel im Ronhof mit 3:1 gewonnen – drei recht gute Argumente für das erste Nürnberger Derby-Double seit der Zweitliga-Saison 1977/78, das den Club zugleich auf Aufstiegskurs halten soll. "Für uns ist entscheidend, dass wir unseren Weg weitergehen. Dafür müssen wir Woche für Woche liefern, und das schaffen wir derzeit sehr gut", betont Köllner.

"Es wird sicher eine harte Aufgabe" 

Trotzdem hat der Oberpfälzer Respekt vor seinem ehemaligen Arbeitgeber, der als Tabellensechzehnter gegen den Abstieg kämpft. "Es wird sicher eine harte Aufgabe. Wir treffen auf einen Gegner, der alles dafür tut, dass er weiter in der 2. Liga spielen kann", sagt Köllner mit Blick auf den zarten Aufwärtstrend jenseits der Stadtgrenze. Fürth präsentiere sich inzwischen stabiler und lege vor allem zu Hause mehr Konstanz an den Tag. Auswärts aber war für das Kleeblatt in dieser Saison bislang wenig zu holen, "wir hoffen", sagt Köllner, "dass das am Samstag so bleibt." Und auch die Temperaturen sollen dann mit rund fünf Grad plus im Max-Morlock-Stadion ja ein bisschen erträglicher sein. 

Uli Digmayer

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