Zufriedenheit in Hamburg

Früher Club, jetzt Kiez! St. Pauli setzt auf Ex-Vorstand des FCN

15.7.2021, 12:24 Uhr
Dass sie sich auf dem Hamburger Kiez lieb haben, ist auch der erfolgreichen Arbeit von Andreas Bornemann geschuldet.

Dass sie sich auf dem Hamburger Kiez lieb haben, ist auch der erfolgreichen Arbeit von Andreas Bornemann geschuldet. © Christian Charisius/dpa

"Die Vertragsverlängerung ist ein wichtiges Signal, dass wir den eingeschlagenen und ambitionierten Weg mit Andreas Bornemann fortsetzen möchten", erklärt Sankt-Pauli-Präsident Oke Göttlich auf der vereinseigenen Website. Bornemann habe "in den vergangenen zwei Jahren eine Entwicklung vorangetrieben, die während anspruchsvollster Zeiten in vielen Bereichen unseres Profibereichs positiv Einfluss nimmt". Langfristigkeit zahlt sich aus, glaubt man auf dem Kiez, wie der Boss der Braun-Weißen erläutert. "Die vergangene schwierige Saison hat gezeigt, dass sich das Festhalten an einer gemeinsamen Perspektive für den sportlichen Bereich und das Bekenntnis zu Kontinuität bezahlt machen. Wir sind von Andreas Bornemann und seiner inhaltlichen Arbeit und Einstellung überzeugt und freuen uns daher sehr, dass wir uns auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen konnten."

Da dies so ist, wurde der Vertrag mit dem 49-Jährigen frühzeitig verlängert. Über die Laufzeit wurden wie üblich keine Angaben gemacht. Bornemann ist seit Juli 2019 im Amt, was man auch in der Noris mit einem Auge beobachtet.

Pizza-Aus in Nürnberg

Im Februar 2019 hatte der einstige Freiburg-Profi nach einer auf zwei Tage verteilten Aufsichtsratssitzung, bei der neben Pizza eine Vielzahl von Sorgen gereicht wurde, seinen Schreibtisch in Nürnberg räumen müssen. Bereits im Vorfeld der Sitzung war klar geworden, dass durch Bornemanns fast schon störrisches Festhalten an Michael Köllner eine Beurlaubung Bornemanns die einzige Möglichkeit für das Kontrollgremium war, den in der Bundesliga letztlich erfolglosen Trainer - wie von den Club-Bossen beabsichtigt - loszuwerden. Da sich Bornemann standhaft weigerte, Aufstiegstrainer Köllner zu entlassen, diese Meinung auch in einem Telefonat kurz vor Mitternacht nicht revidierte, musste er weg. Was kurz nach Mitternacht vom Aufsichtsrat des FCN so auch beschlossen wurde.

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