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Für Menschenrechte: Haaland-Team Norwegen mit klarer Katar-Botschaft

"Respekt - auf und neben dem Platz" bei WM-Quali-Spiel auf T-Shirts - 25.03.2021 12:15 Uhr

Botschaft auf den Aufwärm-Trikots: Die Norweger zeigen ihre Meinung beim Länderspiel in Gibraltar. 

24.03.2021 © Javier Fergo, dpa


Der neue Kapitän Martin Ödegaard, BVB-Stürmer Erling Haaland und ihre Teamkollegen trugen beim Aufwärmen vor der Begegnung gegen Gibraltar am Mittwochabend zunächst weiße T-Shirts mit der Aufschrift "Respect - On and off the pitch" (Respekt - auf und neben dem Platz). Später hatten sie bei der Nationalhymne ähnliche Shirts mit dem Schriftzug "Human rights - On and off the pitch" (Menschenrechte - auf und neben dem Platz) an.

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Auch der neue Nationalcoach und frühere Kölner Stale Solbakken trug eines der Shirts. "Es geht ein wenig um das, worüber wir gesprochen haben, dass wir einen Fokus auf das legen wollen, was außerhalb des Feldes diskutiert worden ist", sagte er dem norwegischen Sender TV2. "Ich gehe mit gutem Beispiel voran." Solbakken hatte bereits vor der Partie verraten, dass er und seine Spieler die Katar-Problematik diskutiert und sich auf eine Aktion verständigt hätten. Laut Ödegaard stand die gesamte Mannschaft dahinter. Alle seien sich einig, dass das, was in Katar passiert sei und passiere, nicht gut sei, hatte der offensive Mittelfeldspieler des FC Arsenal gesagt.

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Die Debatte über die umstrittene WM-Vergabe nach Katar läuft seit Wochen in Norwegen. Ende Februar hatte eine Reihe von norwegischen Erstliga-Klubs das Nationalteam aufgerufen, die WM im Fall einer Qualifikation zu boykottieren. Der norwegische Fußballverband hält am 20. Juni eine Sonderversammlung zur Frage eines WM-Boykotts ab.


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Die Fußball-WM 2022 war 2010 an das reiche Emirat vergeben worden. Das Land steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Nach Recherchen des Guardian sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 6500 Gastarbeiter aus fünf asiatischen Ländern gestorben. Katars Regierung erklärt hingegen, dass sie in den vergangenen Jahren mit Reformen die Lage der Arbeiter deutlich verbessert habe. Auch Menschenrechtler räumen Fortschritte ein, mahnen aber, die Reformen würden unzureichend umgesetzt.

Der offensive Mittelfeldspieler vom 1. FC Nürnberg, Mats Möller Daehli - normalerweise Teil der norwegischen Nationalmannschaft, wurde beim 3:0-Sieg der Norweger in Gibraltar, bei dem das Team die stille Botschaft nach Katar sendete, nicht eingesetzt. Er stand im Kader für das Spiel.

dpa, end

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