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Für Nürnberger und den FCN wird es wieder ernst

Extreme Vorfreude beim Club, trotz ungewohnter Situation - 14.05.2020 06:17 Uhr

Fabian Nürnberger trifft am Sonntag mit seinem Club auf den FC St. Pauli in seiner Heimat Hamburg.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, NZ


Es geht wieder los: Nach Wochen ohne Fußball rollt das Leder wieder über den grünen Rasen der Erst- und Zweitligisten. Der 1. FC Nürnberg greift ab Sonntag (Anpfiff: 13.30 Uhr; Live-Blog auf nordbayern.de) wieder ins Geschehen ein - am Hamburger Millerntor trifft der Club auf den FC St. Pauli. Mit dabei, Fabian Nürnberger: Wie der Name schon sagt für den FCN am Ball, jedoch ist der 20 Jahre alte Kicker in Hamburg geboren.


Geisterspiele und der FCN: Der Club kennt den Spuk


Für Nürnberger ist es ein "schönes Gefühl", wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen. "Es ist fast so wie früher beziehungsweise wie in den normalen Zeiten", so Nürnberger bei ClubTV und ergänzt: "Man weiß sicherlich, dass die Umstände drum herum nicht ganz normal sind". Im Training und der Vorbereitung auf das Spiel gegen St. Pauli stehen die Stärken und Schwächen der Spieler im Vordergrund und weniger der Blick auf den Gegner. Das liegt vor allem daran, dass die gegnerischen Teams in letzter Zeit aus bekannten Gründen nicht gespielt haben.

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Englische Wochen beim FCN: Werden diese Jungs wieder wichtig?

Am Sonntag startet der 1. FC Nürnberg beim FC St. Pauli in die Rest-Saison in der 2. Liga. Auf die Keller-Elf warten anstrengende Tage, neun Spiele in sieben Wochen müssen absolviert werden. Die steigende Belastung wird die Breite des Kaders auf die Probe stellen - und einigen Spielern, die zuletzt außen vor waren, womöglich wieder die Chance auf mehr Einsatzzeiten geben. Ein Überblick!


Damit es mit Bundesliga-Fußball aber wieder richtig losgehen kann, wurden die Teams in Quarantäne geschickt. Der Club verbringt die Abschottung direkt am Valznerweiher im Hotel am Trainingsplatz. Für Fabian Nürnberger, der sich schon mit dem Corona-Virus infiziert hatte, ist die Quarantäne im Hotel schwieriger als die erste zu Hause, wie er gegenüber ClubTV erklärt: "Du hast deine Mannschaftskollegen auf dem Platz da und dann musst du direkt wieder auf Abstand gehen."

Nürnberger hakt eigene Corona-Infektion ab

Neben dem Training verbringen die Spieler die Zeit auf ihren Zimmern. Es wird an der Playstation gespielt oder gelesen. Aus den Berichten von Nürnberger lässt sich die Ausnahmesituation aber leicht erkennen: "Du bist auf dem Platz mit der Mannschaft, man geht ganz normal in die Zweikämpfe und danach machst du diesen Cut. Alle ziehen ihre Masken auf, gehen ins Hotel und jeder geht auf sein Zimmer und macht sein Ding." Wie der Defensivspieler bei ClubTV weiter berichtet, sehen sich die Spieler im Essensraum wieder: "Jeder hat einen Tisch und da ist auch der Abstand ganz normal gegeben."

Der Club-Arzt spricht

Seine eigene Corona-Infektion ist für den 20-Jährigen hingegen abgehakt. "Ich hätte mir gewünscht, dass ich Antikörper hätte", so Nürnberger. Die wurden jedoch bei einem durchgeführten Antikörper-Test nicht gefunden. "Ich hatte überhaupt keine Anzeichen und habe überhaupt nichts gemerkt." Zudem versichert der Defensivmann: "Ich bin auf dem selben Fitnesslevel wie die anderen Jungs. Ich habe nichts gespürt und ich denke, da hat mir der Virus nichts angehabt."

"Wir freuen uns extrem darauf, wieder zu spielen", so Nürnberger zu ClubTV - trotz der ganz anderen Situation. "Wir haben im Training extrem viel Freude und Spaß", berichtet der 20-Jährige, fügt aber auch an, dass der Mannschaft bewusst sei, dass dieses Privileg "nicht jeder so hat" und sie das zu schätzen wissen.

Derby oder normales Spiel? Für Nürnberger geht es in die Heimat

Für die Nummer 15 des Club geht es am Sonntag nicht nur nach Hamburg, sondern auch in seine Heimat. In der Jugend hat Nürnberger unter anderem für den Lokalrivalen des kommenden FCN-Gegners, den HSV gekickt. "Ein Stück weit ist es schon ein besonderes Spiel. Früher war es immer das Derby", so der 20-Jährige vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli.

Durch die ganzen Umstände sei es aber auch etwas getrübt, vor allem da keine Fans da sein werden. Trotz seiner Vorgeschichte sagt Nürnbergs Hamburger: "Ich würde es als ein spannendes Ligaspiel ansehen und nicht als Derby."


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