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Fürth-Coach Leitl erwartet in Sandhausen ein Kampfspiel

Das Kleeblatt will beim SVS seine Erfolgsserie fortsetzen - 07.11.2019 16:31 Uhr

Nicht unterschätzen! Kleeblatt-Coach Stefan Leitl warnt vor der physischen Stärke und dem guten Kader des SV Sandhausen. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Die Zahlen lesen sich auf den ersten Blick recht eindeutig: Die Spielvereinigung hat in den letzten drei Partien gegen Dresden (2:0), Osnabrück (0:0) und Darmstadt (3:1) satte sieben Punkte eingefahren. Sandhausen dagegen wartet nun schon seit geschlagenen sieben Spielen auf den vierten Saisonsieg. Der letzte Dreier datiert vom fünften Spieltag (1:0 gegen Darmstadt). Damals rangierten die Kurpfälzer auf Platz zwei. Seitdem zeigt die Tendenz klar nach unten – zumindest, was die Ergebnisse angeht.

Nun ist man am Laubenweg allerdings weit davon entfernt, den letzten Gegner vor der danach wartenden Länderspielpause zu unterschätzen. Statistiken sind allenfalls die halbe Wahrheit, lässt Fürths Cheftrainer Stefan Leitl 48 Stunden vor dem Anpfiff im Hardtwald-Stadion durchblicken. "Sandhausen hat einen richtig guten Kader mit einer physisch starken Mannschaft. Sie haben in der ganzen Saison nie auf die Mütze bekommen, und die letzten Spiele waren alle sehr eng", sagt der 42-Jährige mit einem erhobenen Zeigefinger: "Wir sind gewarnt."


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So dürfte es wie so oft in dieser ausgeglichenen Liga ein Balanceakt werden, in dem Tagesform, die Stärke des Kollektivs und vor allem der Glaube an die eigene Stärke über den Spielausgang entscheiden werden. In Fürth sehen sie sich in ihrer Entwicklung auf einem guten Weg, aber längst noch nicht da, wo sie hinwollen. Es geht um Überzeugung. Um die Macht der Gedanken – unter Druck in einer womöglich wenig sexy erscheinenden Umgebung wie in dem halbleeren kleinen Stadion in Sandhausen gegen einen vermeintlichen Dauer-Außenseiter all das abzurufen, was die Mannschaft in den letzten Wochen immer mal wieder hat aufblitzen lassen.

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Zu dem nächsten Schritt in der Entwicklung wird es auch gehören, die Physis der obendrein durchaus spielstarken Sandhäuser anzunehmen. "Das wird ein Kampfspiel", blickt Leitl voraus und wirkt dabei so, als sei er selbst gespannt auf die Reaktion seiner Schützlinge. Was im Umkehrschluss auch und gerade für die Äußerlichkeiten dieses Duells gilt. "Sandhausen macht sich nach Außen immer gerne ein bisschen kleiner, weil es gerne dieses fußballerische Dorf sein möchte", sagt Leitl und muss gar nicht erwähnen, dass der vermeintliche Provinz-Klub in finanzieller Hinsicht längst zu den Zweitligarivalen aufgeschlossen hat. Nun stellt sich die Frage, wie die Kleeblatt-Profis mit der vermeintlichen Rollenverteilung umgehen. Die Antwort wollen sie in Sandhausen geben.

Florian Pöhlmann

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