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Fürth empfängt Dortmund: Hinten mit geballter Erfahrung

Vor ausverkauftem Haus wird es auf die Ruhe in der Defensive ankommen - 20.08.2018 15:51 Uhr

Ein erfahrenes Duo: Mario Maloca (li.) und Roberto Hilbert gehören bei der SpVgg Greuther Fürth zu den alten Hasen - gegen den BVB könnten die Routiniers dem Team helfen. © Sportfoto Zink / WoZi


Roberto Hilbert mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. Bei der Saisoneröffnungsfeier Ende Juli stellte sich der 33-Jährige auf der kleinen Bühne vor seine Teamkollegen und sprach ins Mikrofon: "Wir zwei alten Hasen kriegen das schon hin mit dem Kindergarten hinter uns." Gelächter unter den Zuschauern, Gekicher in den Reihen der Kleeblatt-Kicker.

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Die SpVgg Greuther Fürth stellt einen der jüngsten Kader der aktuellen Zweitliga-Saison. So frech und schnell die Spieler im offensiven Mittelfeld sind, so abgezockt müssen die Älteren im Team in der Abwehr sein, um die Fehler der jungen Wilden auszumerzen.

Drei Erfahrene in der Defensive

Auch gegen Dortmund werden aller Voraussicht nach Roberto Hilbert (48 Europokaleinsätze), der 34-jährige Marco Caligiuri (276 Erst- und Zweitligaspiele) und der 29-jährige Mario Maloca verteidigen.

Die Spielführerbinde trägt zwar Caligiuri, doch der Fixpunkt im Fürther Spiel ist nicht erst seit gestern der Kroate Maloca. Er hat schon so manche Schlacht geschlagen. Mit seinem Heimatverein Hajduk Split brachte er es auf 30 Einsätze im Europapokal. Einige davon nur in der Qualifikation, doch nach acht Jahren des Scheiterns gelang dem Team mit ihm in der Innenverteidigung sogar der Einzug in die Gruppenphase.

Besser als Barcelona

Dort war allerdings gegen AEK Athen, Zenit St. Petersburg und RSC Anderlecht Schluss. "Wir haben immerhin vier Punkte geholt", zählt er nach, als wäre es gestern gewesen. Damit angeben will er trotzdem nicht, denn ehrfürchtig sagt er: "Dortmund ist der beste Gegner meiner Karriere." Er habe zwar einmal auch ein Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona absolviert, aber die hätten nur ihre B-Elf geschickt.

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Also ist die Vorfreude auf das Pokalspiel riesig. "Das Stadion wird laut sein." Und voll, denn seit dem Abstieg aus der ersten Liga war der Ronhof nur selten ausverkauft. Ob er Sorge habe, dass das für seine jungen Mannschaftskameraden zum Hemmschuh werden könnte? "Wenn das Spiel angepfiffen ist, wird niemand nervös sein, die jüngeren Spieler vielleicht vor dem Anpfiff", glaubt Maloca. Dabei macht er dieses Gesicht, das er immer macht, wenn ein Reporter aufgeregt eine Frage auf Englisch stellt, und er sie mit seiner brummigen Stimme herunterspielt, die Augenlider auf Halbmast.

"Das ist high level"

Dieselbe Reaktion kommt bei der Frage zu seinem Gegenspieler: "Weißt du schon, gegen wen du spielst?" Maloca: "Meinen Gegenspieler kenne ich nicht", die Aufstellungen in den Freundschaftsspielen ließen kaum Rückschlüsse zu. Doch es sei ohnehin nicht wichtig, "denn das ist high level, da ist jeder Spieler top, egal, gegen wen du spielst".

Bei all dem Lob für den Gegner rechnet sich Maloca dennoch etwas aus: "Unser Vorteil könnte darin liegen, dass wir stärker motiviert sein werden als die. Es ist deren erstes Pflichtspiel, sie haben einen neuen Trainer, auch einige Spieler sind neu – darin liegt unsere kleine Chance."

Sein Trainer und Landsmann Damir Buric ließ derweil offen, ob er mit Neuzugang Shawn Parker plane. 

Martin Schano Fürther Nachrichten E-Mail

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