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Fürther Elfer-Ärger - Leitl: "Wenn man den pfeift..."

Bei der Spielvereinigung spricht man von einer vermeidbaren Niederlage - 09.11.2019 16:44 Uhr

Konnte die Elfmeter-Entscheidung gegen seine Mannschaft nicht nachvollziehen: Fürth-Coach Stefan Leitl. © Sportfoto Zink


Stefan Leitl (Kleeblatt-Coach): "Besser hätten wir das Spiel nicht beginnen können. Ein tolles Tor von Julian Green. Wir waren die ersten zwanzig Minuten sehr präsent. Da haben wir es aber verpasst, wenn wir seriöser weitergespielt und mehr Druck ausgeübt hätten, auf das zweite Tor zu gehen. Dann hätten wir sicher mehr Ruhe ins Spiel bekommen. Was mir nicht so gefallen hat, war, dass wir gute Situationen, die wir uns kreiert haben, leichtfertig vergeben haben durch einfache Ballverluste und viele Fehlpässe. Dann kriegen wir den Ausgleich. Den Elfmeter kann man pfeifen, muss man nicht. Wenn man den pfeift, gibt´s jede Woche fünf oder sechs Situationen, die man pfeifen muss. Wir haben es in der Pause in der Kabine klar angesprochen, dass wir seriös spielen wollen. Wir kommen aus der Halbzeit, haben dann das Momentum auf unserer Seite, gehen wieder in Führung. Wir haben dann aber zu keiner Phase mehr Ruhe in das Spiel bekommen. Bei dem Eckball pennen wir komplett. Waren nicht fokussiert und das Ding landet im Tor. Das dritte Tor ist natürlich extrem bitter für uns: Du spielst einen langen Ball an den gegnerischen Sechzehner und kriegst dann auswärts einen Konter und verlierst das Spiel. Das ist sehr bitter für uns, aber auch wieder der Spiegel, den wir uns vorhalten müssen. Es gibt viele Dinge, die wir verbessern müssen. Aber wir hätten sicher einen Punkt verdient gehabt."

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Uwe Koschinat (SVS-Trainer): "Die Schwierigkeit dieses Spiels heute hat für mich tatsächlich schon in der Vorbereitung auf diese Partie begonnen. Ich habe die SpVgg Greuther Fürth viel studiert und war sehr angetan und überrascht über die Qualität, die diese Mannschaft auf den Platz bringt. Es ist wahnsinnig schwer, als Heimmannschaft Drucksituationen zu erzeugen, weil Fürth sehr, sehr mutig nach vorne verteidigt. Sie haben eine richtig gute Ballbesitzstruktur. Ich glaube, dass durch den frühen Schock in der Anfangsphase unser Spiel in hohem Maße gelitten hat. Dann waren wir in der Spielfortsetzung sehr, sehr unsauber. Dann sind wir in viele Drucksituationen geraten. Trotzdem muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie auf dem Platz gespürt hat, dass wir in der ersten Halbzeit unterlegen sind, aber versucht hat mit unseren kraftvollen Strukturen dagegenzuhalten. Dann haben wir das Glück auf unserer Seite, dass wir den Elfmeter bekommen. Ein zweites Mal zurück zu kommen, erfordert sehr viel Mentalität. Mit Sicherheit war der Ausgleich dann in der Umsetzung etwas überraschend. Aber es gehört zu unserem Repertoire, auch so eine schnelle Ecke zu spielen. Damit stand das Spiel wieder auf null. Wir hatten dann natürlich absolutes Glück in der Kontersituation im Ballbesitz zu bleiben, die Geschwindigkeit von Bouhaddouz zu nutzen und am Ende die drei Punkte auf unserer Seite zu halten."

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Maximilian Bauer (Fürth-Verteidiger): "Natürlich sind wir angepisst. Ich denke, das war ein typisches Unentschieden-Spiel. Wir hätten nicht verlieren müssen. Das waren so dumme Gegentore, deshalb ist es umso bitterer. Beim letzten Tor kamen einfach viele Faktoren zusammen. Das war einfach der Lucky-Punch, den Sandhausen hatte. Es ist einfach bitter, dass wir heute mit null Punkten da stehen. Es ist immer schön, wenn man Einsatzzeiten bekommt, nur das Ergebnis stimmt heute nicht."

Julian Green (Kleeblatt-Torschütze): "Wir hätten es vorne vielleicht etwas klarer ausspielen müssen. Wir sind zweimal in Führung und bekommen dann so dumme Gegentore. Bei der Elfmeter-Entscheidung war es in meinem Gefühl zu wenig für einen Elfmeter. Wir haben in der zweiten Halbzeit umgestellt und mit einer Doppelsechs gespielt. Natürlich ist es bitter, wenn ein Spieler früh ausgewechselt werden muss wegen einer Verletzung. Paul ist ein wichtiger Spieler, das ist schon ärgerlich. Aber wir haben mit Hans einen guten Spieler, der ihn gut ersetzt hat. Und dann gehen wir nochmal in Führung nach der Pause, sind eigentlich ganz gut drin und bekommen dann so ein Gegentor nach der Ecke. Das darf einfach nicht passieren, wir müssen da schneller reagieren."

tso

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