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Fußball-Beben droht! City zieht zurück - wird Super League noch heute Nacht gekippt?

Thema schlägt weiter Wellen rund um den Erdball - 20.04.2021 21:42 Uhr

Manchester City hat als erster der zwölf Mitgründer nur einen Tag nach Bekanntgabe der Pläne seine Teilnahme an der europäischen Super League wieder abgesagt. Das teilte der Tabellenführer der englischen Premier League am Dienstagabend mit. Auch der FC Chelsea, der FC Barcelona und Atlético Madrid sollen vor dem Rückzug stehen, berichteten Medien. Damit dürfte das höchst umstrittene Projekt, das den europäischen Club-Fußball zu spalten drohte, schon wieder vom Tisch sein. Zwölf europäische Spitzenklubs, darunter neben City und Chelsea der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt.

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Mehr Spiele, mehr Geld - mehr Solidarität? Das steckt hinter der Super League

Die Ankündigung allein führte im internationalen Fußball zu einem Erdbeben: Zwölf Klubs wollten sich von der Uefa loslösen und ihren eigenen internationalen Wettbewerb auf die Beine stellen, die Super League. Wir erklären, was es mit dem Projekt auf sich hat.


Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußball-Union UEFA. Aus der Bundesliga hatte sich kein Klub der Super League angeschlossen. Finanziert werden sollte das Milliarden-Projekt durch eine US-Großbank. In England, der Heimat der Hälfte der zwölf Gründerklubs, drohte Premierminister Boris Johnson mit scharfen Sanktionen. Er kündigte in der Sun an, dem "lächerlichen" Milliardenprojekt die Rote Karte zu zeigen. Sein Sportminister Oliver Dowden stellte im Parlament drastische Ideen vor, um die "Big Six", die englischen Spitzenvereine, von einer Teilnahme abzuhalten. Sogar Prinz William - Präsident des nationalen Verbandes FA – mischte sich ein.

Auch nationale Verbände und viele andere Klubs kritisierten die Pläne massiv. Die UEFA um ihren Präsidenten Aleksander Ceferin hatte die Initiatoren der Super League scharf attackiert und mit harten Sanktionen gedroht. Die Klubs sollten aus der Champions League ausgeschlossen werden, ihren Nationalspielern drohte eine Sperre für die Europameisterschaft im Sommer. Dem europäischen Klub-Fußball drohte eine Schlammschlacht vor Gericht, möglicherweise schon vor dem Halbfinale der aktuellen Champions-League-Saison Anfang Mai. Diese Gefahr scheint nun gebannt.

dpa

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