DFB-Pokal

Saarbrücken-Keeper nach Patzer untröstlich: Zweitligist Kaiserslautern zieht ins Finale ein

3.4.2024, 06:46 Uhr
Fans von Saarbrücken feuern ihre Mannschaft an.

© Uwe Anspach/dpa Fans von Saarbrücken feuern ihre Mannschaft an.

Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat erstmals seit 2003 wieder das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Nach einem 2:0 (0:0) am Dienstagabend beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken stehen die Pfälzer als erster Finalteilnehmer fest. Marlon Ritter erzielte nach einem Torwartfehler in der 53. Minute den Führungstreffer für den FCK, Almamy Toure machte alles klar (75.)

"Das sind solche Bälle, von denen hältst du im Training zehn von zehn. Du hältst alle", sagte Torwart Tim Schreiberder ARD. "Das kann man sich im Nachhinein nicht erklären. Man will für den einen Moment dann kurz nur in den Boden versinken, aber du musst dann weitermachen." In der 75. Minute überwand auch noch Almamy Touré den Saarbrücker Schlussmann. "Es tut mir halt extrem für die Mannschaft leid. Die Jungs haben so krass gekämpft, auch noch nach dem 0:1", sagte Schreiber. Der Fußball-Drittligist hatte dem Torwart auf seinem wundersamen Weg durch den DFB-Pokal mit Siegen gegen Bayern München, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach viel zu verdanken gehabt.

"Es war ein Märchen", sagte Schreiber, der bis zum Ende dieser Saison von Bundesligist RB Leipzig an Saarbrücken ausgeliehen ist, zu den sensationellen Pokal-Auftritten zuvor. FCK-Trainer Friedhelm Funkel äußerte Mitgefühl mit dem gegnerischen Torwart. "Es war natürlich Glück, dass ihm der Ball durchrutscht. Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt, nachdem er zuvor im Pokal so gut gehalten hat", sagte Funkel. Der Gegner am 25. Mai im Berliner Olympiastadion wird an diesem Mittwoch zwischen Bundesliga-Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen und dem Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ermittelt.