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Gegner-Check: Das erwartet das Kleeblatt gegen Darmstadt

Die Lilien sind das Topteam der Rückrunde - 29.05.2020 09:05 Uhr

Ex-Fürther Serdar Dursun im Zweikampf mit Capitän Marco Caligiuri beim Hinspiel der Lilien gegen das Kleeblatt im Ronhof im November 2019.

© Sportfoto Zink / Melanie Zink


So ist die Lage: Besser ist in der zweiten Liga seit Beginn der Rückrunde keiner. Die Lilien aus Darmstadt, heutiger Gastgeber der Fürther, können 22 Punkte aus elf Spielen vorweisen und sind ein gefestigtes Team geworden. Beim ersten Treffen mit dem Kleeblatt in dieser Saison am 4. November 2019 war das noch anders. Darmstadt war noch damit beschäftigt, sich nach einem misslungenen Saisonstart etwas zu stabilisieren. Das ist Dimitrios Grammozis mit seiner Mannschaft gelungen. Inzwischen sind sie Tabellenfünfter, die Lage rund um das Böllenfalltor ist entspannt. Das Saisonziel Klassenerhalt dürfte erreicht sein, man darf sogar nach vorne schielen. Von den drei Spielen nach der Corona-bedingten Unterbrechung gewannen die 98er zwei, unterlagen nur beim Neustart mit 0:2 in Karlsruhe.

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Top & Flop: Ein ehemaliger Fürther ist gewissermaßen das Aushängeschild der Hessen. Serdar Dursun stürmte von 2016 bis 2018 zwei Jahre lang für das die SpVgg Greuther Fürth. Danach entschied er sich für das Trikot mit der Lilie. In Darmstadt kommt der 28-Jährige in 28 Ligaspielen in der laufenden Runde auf 13 Tore und sechs Vorlagen. Ergibt einen Gesamtwert von 19. Besser sind nur Bielefelds Kapitän Fabian Klos 17/9/26) und der Bochumer Silvere Ganvoula (13/7/20). Insgesamt könnte Darmstadt aber mehr Treffer vertragen. Mit deren 38 insgesamt ist der Tabellenfünfte hier Mittelmaß.


"Mental frisch" zu gereiften Lilien: Fürth fokussiert den Freitag


Im Fokus: Einen Einzelnen aus dem Darmstädter Kollektiv zu lösen, das zuletzt im Umfeld mit Lob bedacht wurde, ist schwierig. Daher muss der Scheinwerfer etwas weiter ausgerichtet werden. Neben dem bereits erwähnten Serdar Dursun gehört die kompakte Defensive zu den Glanzstücken. Dazu hat Keeper Marcel Schuhen mit sieben Partien ohne Gegentor seinen Teil beigetragen. Nur 34-mal musste er insgesamt den Ball aus dem Netz holen, er ist die Absicherung der fünftbesten Defensive der Liga.

Die funkelnde Ananas

Das Hinspiel Souverän, überlegen und mit 3:1 letztlich auch klar. Im ersten Vergleich setzte sich Fürth verdient durch, Darmstadt stand lange tief, war abwartend und sehr passiv. Zweimal Branimir Hrgota sowie ein Eigentor von Immanuel Höhn für Fürth und Darmstadts Treffer von Victor Palsson füllten den Statistikbogen. In der zweiten Hälfte kam Darmstadt etwas aus seiner Schutzhaltung heraus, doch ernsthaft gefährlich wurden die Südhessen nie.

Wer/Was ist neu? Personell veränderte sich im Winter wenig. Verteidiger Mandela Egbo zog es zu den New York Red Bulls, auf Leihbasis kam Defensivspieler Nicolai Rapp vom Erstligisten Union Berlin, als Ersatz für Egbo holten die Darmstädter Matthias Bader ebenfalls aus der ersten Liga vom 1. FC Köln. Sowohl Bader als auch der Ex-Fürther Rapp haben ihren Platz gefunden und kamen regelmäßig zum Einsatz. Beide tragen zur neuen Breite im Kader bei. In den vergangenen beiden Partien kamen bei den Lilien auch dank der ausgeweiteten Auswechselregelung 19 Spieler zum Einsatz.


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Und sonst so? Kapitän Fabian Holland wurde vor kurzem Vater und fiel beim 3:1-Sieg in Aue am vergangenen Dienstag aus. Warum das hier eine Rolle spielt? Zum einen weil Holland nicht oft in dieser Saison fehlte, zum anderen aber, weil es schon auffällig ist, wie das Team sein Fehlen kompensierte. Sebastian Härtner feierte auf des Käpt’ns Position des Linksverteidigers seine Saisonpremiere und überzeugte restlos. Sie sind personell eben schon ziemlich breit aufgestellt, diese Darmstädter.

Florian Jennemann

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