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"Geileres Spiel gibt‘s doch nicht": Keller vor Club-Debüt

Erst einmal hat er als Trainer gegen das Kleeblatt verloren - 22.11.2019 14:47 Uhr

Optimistisch und mit klarem Kopf - so will Jens Keller mit seinem Team ins Derby gehen. © Sportfoto Zink / Daniel Marr


Was Jens Keller vom Franken-Derby am Sonntag hält, hat er bereits bei seiner ersten Pressekonferenz als Trainer des 1. FC Nürnberg kundgetan. "Das ist einfach geil, das Spiel", sagte Keller am Mittwoch vergangener Woche im Vip-Gebäude des Max-Morlock-Stadions, "es gibt doch nichts Schöneres, das ist doch der Grund, warum wir alle Fußballer geworden sind." Und nochmal: "Ein geileres Spiel gibt‘s doch nicht."

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Also hat er seine Profis in der Wettkampfpause auf das, nunja, geilstmögliche Spiel vorbereitet, zugleich sein erstes mit Club-Emblem auf der wärmenden Jacke. Keller darf sich ohne Übertreibung als Fürth-Spezialist bezeichnen: Von vier Vergleichen mit dem 1. FC Union und dem FC Ingolstadt hat er keinen verloren und sogar drei gewonnen, im Ronhof sogar beide, nur mit dem FC Schalke setzte es am 20. Spieltag der Saison 2012/13 eine doch etwas überraschende 1:2-Heimniederlage gegen das Kleeblatt.

"Dürfen uns nicht provozieren lassen"

Seine Liga-Debüts in verantwortlicher Position verliefen bislang ebenfalls fast durchweg positiv; mit dem VfB, Schalke, Union und selbst mit dem FC Ingolstadt blieb er zum Auftakt ungeschlagen, in Gelsenkirchen-Buer noch heute unvergessen ist sein Start mit der U17 der Königsblauen. 13 Spiele, 13 Siege, darunter ein 5:0 gegen Köln, ein 8:1 in Düsseldorf und, Achtung: ein 4:3 in Dortmund. Mit der Schalker Lizenzspielermannschaft verlor er gegen den großen Revier-Rivalen nur einmal, holte dafür zwei denkwürdige Heimsiege.

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Keller kann also fast alles, Premieren, Derbys und Fürth, nicht die schlechtesten Vorzeichen für Sonntag. Offiziell werden 2200 Club-Anhänger im Ronhof erwartet, inoffiziell über 3000 – um ihren Lieblingsverein leidenschaftlich zu unterstützen. "Die Mannschaft hat neun Tage richtig Gas gegeben", sagt Keller auf der Pressekonferenz am Freitag - und wird auch am Sonntag versuchen, richtig Gas zu geben. "Mit kühlen Kopf", wie Keller hofft, seine Elf dürfe "nicht anfangen, sich provozieren zu lassen", von wem auch immer.

Schleusener wohl vor Debüt

Wie die Elf aussieht, die zunächst sein Vertrauen hat, weiß die Elf selbst noch nicht, deshalb wollte Keller auch nicht über die Aufstellung reden. Im Tor dürfte trotzdem Felix Dornebusch sein Debüt geben, das könne sich "jeder ja irgendwie denken", sagt Keller, auch den großen Rest. Lediglich in der Offensive sind wohl noch zwei Plätze offen, hinter der Spitze und rechts. Mögliche Kandidaten: Iuri Medeiros, Nikola Dovedan, Felix Lohkemper.

 

 

Im Aufgebot stehen dürfte auch erstmals Fabian Schleusener; nach seinem Schienbeinbruch im März ist der Sommer-Zugang mittlerweile auf einem konkurrenzfähigen Niveau. "Einen sehr guten Eindruck" habe er beim Üben hinterlassen, findet Keller, 20 bis 30 Minuten traut er Schleusener bereits locker zu. "Es kann durchaus sein, dass er im Kader ist".  Nach Keller und Dornebusch wäre der frühere Freiburger am Sonntag der dritte Club-Debütant. In einem hoffentlich unterhaltsamen, spannenden Fußball-Spiel. Die Steigerung davon kennt unter anderem Nürnbergs neuer Trainer. Siehe oben. 

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