11°

Mittwoch, 05.08.2020

|

zum Thema

Geisterfinale im DFB-Pokal: Holt der FC Bayern das Double?

"Wir sind voller Vorfreude auf das Finale", so Trainer Hansi Flick - 04.07.2020 17:24 Uhr

Im Pokalendspiel könnte der FC Bayern das Double holen - oder Bayer Leverkusen nach 27 Jahren ohne Titel mal wieder eine Trophäe in die Luft recken.

© Matthias Hangst


Auch beim Höhepunkt des deutschen Vereins-Fußballs ist in diesem Jahr natürlich alles anders. Das Endspiel um den DFB-Pokal zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München (Samstag, 20.00 Uhr/ARD und Sky) wird zum ersten Geister-Finale in diesem Wettbewerb. DFB-Präsident Fritz Keller tut dies "in der Seele weh". Doch so wird dieses Endspiel auch für alte Hasen ein ganz außergewöhnliches werden. "Auch für jemanden, der öfter im Finale gestanden hat, ist es etwas Besonderes, mal so ein Spiel mitzuerleben", sagte Bayern-Kapitän Manuel Neuer: "Das wird auch für mich eine Lebenserfahrung sein."

Bayern-Trainer Hansi Flick sagt zu der ungewöhnlichen Situatin: "Dem müssen wir uns stellen. Wir sind voller Vorfreude auf das Finale." Sein Team kam als Seriensieger in der Bundesliga am besten durch die Geisterspiel-Zeit.

Endspielgegner Bayer Leverkusen möchte nach 27 trophäenlosen Jahren endlich wieder etwas gewinnen. Damals wurde die Werkself Pokalsieger. Die Leverkusener sind eine von zwei Mannschaften, die die Flick-Bayern überhaupt besiegen konnten. "Alles ist machbar, aber das hängt von uns ab", sagte Trainer Peter Bosz. "Wir werden alles versuchen, das Ding da hochzubringen. Das wird ein ganz spezielles Spiel sein."


Hradecky vor DFB-Pokalfinale: "Wir brauchen kein Wunder"


STATISTIK: Der FC Bayern hat doppelt so viele Pokal-Endspiele verloren wie Leverkusen - er hat aber bisher auch fast acht Mal so viele gespielt. 19 Siege sind für die Münchner nach 23 Endspielen notiert. Die Leverkusener gewannen von ihren dreien nur das im Jahr 1993 und verloren 2002 und 2009. Überhaupt hat Bayer seit 27 Jahren keinen einzigen Titel geholt. Die Münchner könnten nach dem Gewinn des Meistertitels nun ihr 13. Double vollenden.

TV-PREMIERE: Ab ca. 19 Uhr präsentiert Matthias Opdenhövel live aus dem Berliner Olympiastadion, in dem zum 36. Mal ein Endspiel des DFB-Pokals ausgetragen wird, das Finale. Zum ersten Mal live vor Ort dabei ist ARD-Fußballexperte Bastian Schweinsteiger, der selbst die meisten Pokalsiege holte.

REKORDGEWINNER: Auch die Liste der Rekordgewinner unter den Spielern ist sehr vom FC Bayern geprägt. Den alleinigen Rekordhalter Bastian Schweinsteiger, der den Pokal sieben Mal gewann, wird in diesem Jahr keiner einholen. Manuel Neuer, Thomas Müller und David Alaba könnten mit ihrem sechsten Triumph aber mit dem Quartett Franck Ribéry, Philipp Lahm, Claudio Pizarro und Oliver Kahn gleichziehen.

Bilderstrecke zum Thema

Der FC Bayern ist Geister-Meister: So feiern die Spieler den Titel!

Geister-Party im Norden - Tote Hose in München: Der FC Bayern München ist zum 30. Mal deutscher Fußball-Meister und der erste "Geister-Meister" in der Geschichte der Bundesliga. Hier kommen die Bilder zu den Feierlichkeiten aus Bremen und München!


REKORDSPIELER: Einen Rekord der ganz anderen Art könnte am Samstag Florian Wirtz aufstellen. Käme der 17 Jahre alte Offensiv-Spieler der Leverkusener zum Einsatz, würde er zum jüngsten Spieler werden, der je in einem deutschen Cup-Finale auflief. Es wäre der zweite Rekord für Wirtz in weniger als einem Monat. Durch einen Treffer Anfang Juni - ebenfalls gegen den FC Bayern - war er schon zum jüngsten Torschützen in der Bundesliga-Historie geworden.

SIEGENDE HOLLÄNDER: Leverkusens Trainer Peter Bosz kann auf ein gutes Omen hoffen. Er ist der vierte niederländische Trainer, der ein Team in einem deutschen Pokal-Endspiel betreut. Seine drei Vorgänger gewannen ihre vier Finals alle. Rinus Michels 1983 mit dem 1. FC Köln, Huub Stevens 2001 und 2002 mit dem FC Schalke 04 und Louis van Gaal 2010 mit dem FC Bayern München. "Die Trainer sind in Holland große Namen", sagte Bosz: "Es wäre super, wenn mein Name in dieser Reihe stehen würde."

COMEBACKER: Als Niklas Süle sich am 19. Oktober 2019 das vordere Kreuzband im linken Knie riss, schien die Saison für den Nationalspieler des FC Bayern beendet. Da die Spielzeit nun rund sechs Wochen länger dauerte als zunächst geplant, könnte er am Samstag doch noch ein Comeback feiern.

dpa, ako

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport