Geisterspiel-Start bei St. Pauli: Valentini fehlt dem FCN

15.5.2020, 12:50 Uhr
Enrico Valentini (links) fehlt dem Club in Hamburg wegen Problemen mit der Achillessehne.

Enrico Valentini (links) fehlt dem Club in Hamburg wegen Problemen mit der Achillessehne. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / WoZi

Jens Keller hat sich optimal vorbereitet. Sagt zumindest Jens Keller. Zahncreme hat er jedenfalls ausreichend mitgenommen ins Quarantäne-Hotel am Valznerweiher. Dass er einkaufen gehen muss und deshalb am Sonntag nicht im Stadion sein darf, wie das jetzt seinem Augsburger Kollegen Heiko Herrlich passiert ist, ist also ausgeschlossen.

Was ihn im Stadion erwartet am Sonntag, wenn sie um 13.30 Uhr beim FC St. Pauli die Saison ohne Publikum fortsetzen wollen (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de), das weiß Keller allerdings auch nicht. "Es ändert sich alles enorm", sagt Keller, der um die Besonderheit der Situation weiß.

Nach einer langen Pause und einer sehr kurzen Vorbereitung ist der Club zurück im Abstiegskampf. "Es ist für alle eine schwierige Situation, wir wissen nicht, wo wir stehen. Der Fitnesszustand ist schwer einzuschätzen", sagt Keller, der zur Einordnung gleich auch mal vorbaut: "Die Spieler sind keine Maschinen."

Wissen tut man das mit Sicherheit nun mit Blick auf Enrico Valentini. Der Rechtsverteidiger hat Probleme mit der Achillessehne und verpasst den Ausflug nach Hamburg. An seiner Stelle wird Oliver Sorg auf der rechten Seite verteidigen.

In einer Woche kann sich das schon wieder ändern - wie sich so vieles ändern kann. "Vielleicht haben wir am Sonntag die eine Mannschaft und am nächsten Wochenende spielen wir mit komplett anderen Spielern", sagt Keller. Wie sie mit der Belastung zurecht kommen, ist derzeit eine der Fragen, auf die sie sich noch keine Antwort geben können. Andreas Lukse, einer der Torhüter, fehlt auch wegen muskulärer Probleme. Und auch Felix Lohkemper kommt nicht mit nach Hamburg - allerdings aus einem schönen Grund: Er wartet auf die Geburt seines Kindes und durfte deshalb seine Zahncreme einpacken im Quarantäne-Hotel.

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