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Gelungene Rückkehr auf die Bühne

Die Nürnberg Rams besiegten Landsberg X-press mit 35:0 - 06.05.2008

Der Amerikaner Terrel Clark (Nummer 10) erzielte allein vier der fünf Rams-Touchdowns. © Icks


Im weiteren Verlauf der Saison wird die Zahl wohl nicht zu halten sein, aber die Rams können mit weiterhin guten Leistungen dafür sorgen, dass sich wieder ein erklecklicher Fankreis bildet. Das, was sie gegen Landsberg boten, war schon absolut sehenswert. Nach langer Pause hatte die Mannschaft von Cheftrainer Ralf Prosiegel immerhin gegen einen als Spitzenteam eingeschätzten Gegner geradezu leichtes Spiel.

Und das, obwohl mit Hannes Kranzfelder der eigentliche Quarterback gar nicht auf dem Platz stand. Sein Vertreter Anton Müller, der bei den Franken Timberwolves das «Handwerk» erlernt hat, machte seine Sache richtig gut. Natürlich waren im ersten Punktspiel der Rams noch Mängel erkennbar. Insbesondere das Passspiel Müllers ist noch ausbaufähig, aber das wird sich im Lauf der Zeit einspielen, sollte Müller genügend Spielzeit bekommen.

Ebenfalls einen starken Eindruck hinterließ der US-Amerikaner Terrel Clark. Vier von fünf Touchdowns erzielte der dunkelhäutige Schlaks, alle per Laufspiel. Zu Beginn des dritten Viertels war noch Florian Rabe mit einem Sechs-Punkte-Lauf erfolgreich. Als zuverlässiger Kicker erwies sich Zoran Sisak, der alle Extrapunkte sicher verwandelte.

Manche der Zuschauer am Sonntag mögen sich die Augen gerieben haben, als sie mit James Honig einen Mann in der Offense der Rams sahen, der schon zu Bundesligazeiten dort agiert hatte. Stolze 41 Jahre kann der Footballer mittlerweile vorweisen, von seiner Kampfkraft und Behändigkeit hat er allerdings nichts verloren. Mit seiner riesigen Erfahrung ist er ein Spieler, der der jungen Mannschaft sicher auf ihrem Weg nach oben weiterhelfen kann. Honig ist übrigens nicht der Älteste im Rams-Team. «Da bin ich nur der Dritte», meinte der «alte Hase» lächelnd.

Die Mischung stimmt bei den Nürnberg Rams, das bekamen die Gäste aus Landsberg bitter zu spüren. Nicht ein einziges Mal kamen sie gefährlich in die Nähe der Nürnberger Endzone. Ein Zeichen dafür, dass es den Coaches um Ralf Prosiegel gelungen ist, sowohl in der Offense wie auch in der Defense die richtigen Werte zu vermitteln. Ein kleiner Kritikpunkt ist das «Fumblen», der eigene Ballverlust. Der resultiert meistens aus Unkonzentriertheit, die man aber im Training abstellen kann. Und muss, wenn man den Aufstieg weiter im Auge behalten möchte.

Dieses Ziel ist von Rams-Präsident Peter Schuh klar definiert. Am Ende der Spielzeit soll es nach oben gehen, aber eine weitere Fahrstuhlgarantie gibt es auch für die Rams nicht. «Natürlich wollen wir versuchen, so schnell wie möglich wieder in die oberen Klassen zu kommen. Aber das wird kein Spaziergang», weiß Schuh um die Schwere der Aufgabe. Bange sein muss einem aber nicht nach der Leistung vom Sonntag gegen Landsberg. Da steckt noch viel Perspektive in der Rams-Truppe. Vergleichbar vielleicht einem Rohdiamanten, der erst nach viel Schleifarbeit seine wahre Schönheit entfaltet. Aber es ist schon einmal ein guter Anfang gewesen mit dem Sieg über Landsberg.

Punkte für die Rams: Clark (24), Rabe (6), Sisak (5). 

Thomas Siermann

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