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Gelungener Test! Der HCE kriegt in Coburg die Kurve

31:30! Ivic ist in Oberfranken Erlangens treffsicherster Werfer - 11.09.2020 11:46 Uhr

Ivic, Ivic, Ivic: Erlangens erfolgreichster Werfer trug wesentlich zum Prestigeerfolg in Coburg bei.

© Sportfoto Zink / OGo


"Wir hatten heute Probleme ins Spiel zu finden und haben uns dann über eine sehr starke Abwehrarbeit in die Partie gekämpft", resümierte Michael Haaß nach der Kraftprobe, welche sein HCE aufgrund einer Leistungssteigerung letztlich hauchzart mit 31:30 für sich entschied. Da es den Erlangern - wie auch ihr Coach monierte - zu Beginn eines flotten Spiels an Widerstandsfähigkeit im Defensivverbund mangelte, sich in der Vestestadt eine zunächst etwas laxe Chancenverwertung dazugesellte, hatte Haas seine Mannschaft beim Stand von 7:11 zusammengerufen - und für diese in der Auszeit Mitte des ersten Durchgangs offenbar die richtigen Worte parat. Nun in der Abwehrarbeit und vor dem HCE-Kasten konsequentere Gäste gingen auf der Platte fortan konzentrierter und zielführender zu Werke und – Simon Jeppson hatte von der 24. Minute weg binnen kürzester Zeit den Anschluss- und den Ausgleichstreffer erzielt - mit einer knappen 15:14-Führung in die Pause.

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Bissel und die Fünf-Punkte-Führung

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Haaß-Truppe gegenüber den Anfangsminuten verbessert in der Defensive. Da man sich zudem auf den mehrfach reaktionsschnell parierenden Klemen Ferlin, der zwischen den Pfosten für Martin Ziemer übernommen hatte, verlassen konnte und der Ball flott um des Gegners Kreis zirkulierte, baute Erlangen seine Führung aus. Als Christopher Bissel von linksaußen erfolgreich zeichnete, war in Minute 45 in Form des 24:19 der größte Gäste-Vorsprung zu notieren. Weil es die Hugenottenstädter in der Folge schleifen ließen, sollte es in Coburg aber noch einmal eng werden. Das so schöne HCE-Polster schmolz, der ambitionierte Aufsteiger kam in eigener Halle binnen fünf Minuten auf 28:29 heran. Zwei Treffer von Petter Overby und die Bude von Sechsfach-Torschütze Jeppson, der in Erlangens Werferwertung nur von Sime Ivic (7/3) getoppt wurde, sorgten jedoch dafür, dass der HCE im Test-Derby am Ende die Nase vorn hatte.

"Wertvolle Erkenntnisse"

"Auch heute haben wir wieder viel ausprobiert und dadurch wertvolle Erkenntnisse gewonnen", ließ der Erlangen-Coach auf der vereinseigenen Website nach Schlusspfiff wissen. Wie diese nicht nur bei einer Wettkampfsimulation, sondern beim erstmals seit 2017 wieder im Pflichtspielbetrieb stattfindenden Frankenderby, der Auseinandersetzung zweier einst in heftiger Abneigung verbundenen Kontrahenten, nach Rundenstart nutzbar gemacht werden können, wird man sehen. Erst einmal sollte für den HCE unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein weiteres Testspiel anstehen. Am Freitag wollte er dem Ligakonkurrenten aus Leipzig begegnen. Aus organisatorischen Gründen wurde aber nichts daraus.

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apö

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