Glücklose Amtszeit: Sechs Monate Verbeek als FCN-Trainer

22.4.2014, 22:00 Uhr
Ein Bild mit Symbolcharakter: Gertjan Verbeek und die Mannschaft des 1. FC Nürnberg sind zuletzt nicht mehr in eine Richtung marschiert. Die jüngste Talfahrt kostet den Niederländer seinen Trainerjob beim Club.
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Unterschiedliche Richtungen

Ein Bild mit Symbolcharakter: Gertjan Verbeek und die Mannschaft des 1. FC Nürnberg sind zuletzt nicht mehr in eine Richtung marschiert. Die jüngste Talfahrt kostet den Niederländer seinen Trainerjob beim Club. © Sportfoto Zink / JüRa

Am 22. Oktober 2013 fing alles vielversprechend an: Schon bei seiner ersten Pressekonferenz hinterließ Verbeek aufgrund seiner geradlinigen Art einen guten Eindruck bei Medien und Fans.
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Fester Händedruck

Am 22. Oktober 2013 fing alles vielversprechend an: Schon bei seiner ersten Pressekonferenz hinterließ Verbeek aufgrund seiner geradlinigen Art einen guten Eindruck bei Medien und Fans. © Sportfoto Zink / JeBa

Nach dem eher stillen Michael Wiesinger sollte mit Verbeek auch auf dem Trainingsplatz ein neuer Wind wehen und begabte Spieler wie Robert Mak endlich dauerhaft in die Spur finden.
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"Hallo, Chef"

Nach dem eher stillen Michael Wiesinger sollte mit Verbeek auch auf dem Trainingsplatz ein neuer Wind wehen und begabte Spieler wie Robert Mak endlich dauerhaft in die Spur finden. © Sportfoto Zink / JüRa

Den Untergrund inspizierte der Niederländer bereits am ersten Tag und befand ihn offensichtlich für tauglich.
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Nebenjob Greenkeeper

Den Untergrund inspizierte der Niederländer bereits am ersten Tag und befand ihn offensichtlich für tauglich. © Sportfoto Zink / JüRa

Am 25. Oktober wurde es dann ernst: Verbeek gab gemeinsam mit seinem Co-Trainer Raymond Libregts sein Debüt gegen den VfB Stuttgart. Beim 1:1 zeigte der Club eine ansprechende Leistung, die berechtigten Anlass zu Optimismus gab.
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Der Ernst des Lebens

Am 25. Oktober wurde es dann ernst: Verbeek gab gemeinsam mit seinem Co-Trainer Raymond Libregts sein Debüt gegen den VfB Stuttgart. Beim 1:1 zeigte der Club eine ansprechende Leistung, die berechtigten Anlass zu Optimismus gab. © Sportfoto Zink / DaMa

Anfang November, der Club war gerade mit 0:3 dem SC Freibung unterlegen, bekam Verbeek einen Vorgeschmack, wie rau das Klima bei einem Traditionsverein sein kann. Die Nordkurve schäumte über, staunend verfolgte der Übungsleiter den Rapport der gesamten Mannschaft bei den aufgebrachten Anhängern.
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Pulverfass Nürnberg

Anfang November, der Club war gerade mit 0:3 dem SC Freibung unterlegen, bekam Verbeek einen Vorgeschmack, wie rau das Klima bei einem Traditionsverein sein kann. Die Nordkurve schäumte über, staunend verfolgte der Übungsleiter den Rapport der gesamten Mannschaft bei den aufgebrachten Anhängern. © Sportfoto Zink / DaMa

Landauf, landab erntete der FCN-Coach viel Lob für seine Spielweise. Ein erster Schatten auf sein Wirken fiel beim Gastspiel in Mönchengladbach. Beim Stande von 1:0 nahm er Abwehrchef Per Nilsson vom Feld, obwohl dieser entgegen anderslautender Vermutungen nicht verletzt war. Am Ende brachen noch alle Dämme und der FCN ging mit einem 1:3 vom Feld.
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Phantom-Schmerz

Landauf, landab erntete der FCN-Coach viel Lob für seine Spielweise. Ein erster Schatten auf sein Wirken fiel beim Gastspiel in Mönchengladbach. Beim Stande von 1:0 nahm er Abwehrchef Per Nilsson vom Feld, obwohl dieser entgegen anderslautender Vermutungen nicht verletzt war. Am Ende brachen noch alle Dämme und der FCN ging mit einem 1:3 vom Feld. © Sportfoto Zink / DaMa

Der unter Michael Wiesinger zur Reserve verbannte Hanno Balitsch kehrte unter Verbeek indes noch vor der Winterpause in den Kader zurück.
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Gnade dem Routinier

Der unter Michael Wiesinger zur Reserve verbannte Hanno Balitsch kehrte unter Verbeek indes noch vor der Winterpause in den Kader zurück. © Sportfoto Zink / MaWi

Zehn Tage vor Weihnachten schnupperte der FCN am ersten Sieg, führte in Hannover schon 3:0, ehe sich die Ereignisse durch ein unglaublicherweise nicht erkanntes Abseits und ganz viel Versagensangst zum Schluss zu einem 3:3 wendeten. Ohne einen einzigen Saisonsieg ging es in die Winterpause.
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Demonstrativer Optimismus

Zehn Tage vor Weihnachten schnupperte der FCN am ersten Sieg, führte in Hannover schon 3:0, ehe sich die Ereignisse durch ein unglaublicherweise nicht erkanntes Abseits und ganz viel Versagensangst zum Schluss zu einem 3:3 wendeten. Ohne einen einzigen Saisonsieg ging es in die Winterpause. © Sportfoto Zink / DaMa

Im spanischen La Cala de Mijas lud der FCN seinen Akku wieder auf, um anders als auf diesem Bild einen Aufwärtstrend einzuleiten.
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Ab in den Süden

Im spanischen La Cala de Mijas lud der FCN seinen Akku wieder auf, um anders als auf diesem Bild einen Aufwärtstrend einzuleiten. © Sportfoto Zink / JüRa

Besonders
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Kämpfer unter sich

Besonders "Enfant terrible" Timo Gebhart sollte nach langwieriger Verletzungspause wieder in Form kommen. Der Boxer Verbeek nahm den Hobby-Thai-Boxer Gebhart daher ganz persönlich unter seine Fittiche. © Sportfoto Zink / JüRa

17 Spiele ohne Sieg, ein Umfeld in Abstiegsangst - Verbeek wollte mit Vollgas raus aus diesem Negativ-Strudel.
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Gas geben!

17 Spiele ohne Sieg, ein Umfeld in Abstiegsangst - Verbeek wollte mit Vollgas raus aus diesem Negativ-Strudel. © Sportfoto Zink / JüRa

Mit einer ungewöhnlichen Aktion lenkte Verbeek die Aufmerksamkeit nach der Winterpause auf sich: Erst nach dem ersten Sieg sollte sein grauer Bart unter den Rasierapparat kommen. Und schon am 18. Spieltag war Zeit für eine Rasur: Gegen Hoffenheim gelang ein fulminantes 4:0.
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Nicht nur Hoffenheim rasiert

Mit einer ungewöhnlichen Aktion lenkte Verbeek die Aufmerksamkeit nach der Winterpause auf sich: Erst nach dem ersten Sieg sollte sein grauer Bart unter den Rasierapparat kommen. Und schon am 18. Spieltag war Zeit für eine Rasur: Gegen Hoffenheim gelang ein fulminantes 4:0. © Sportfoto Zink / WoZi

Es folgte ein 3:1 in Berlin und dann das Derby gegen die Bayern. Der FCN spielte die Übermannschaft aus München in den ersten 20 Minuten an die Wand, verlor aber mit Timothy Chandler und Daniel Ginczek zwei wichtige Spieler für den Rest der Saison - und am Ende auch das Spiel.
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Pyrrhus-Niederlage

Es folgte ein 3:1 in Berlin und dann das Derby gegen die Bayern. Der FCN spielte die Übermannschaft aus München in den ersten 20 Minuten an die Wand, verlor aber mit Timothy Chandler und Daniel Ginczek zwei wichtige Spieler für den Rest der Saison - und am Ende auch das Spiel. © Zink

In den ersten fünf Spielen der Rückserie gelangen der Verbeek-Truppe trotzdem vier Siege, ganz Nürnberg war nun felsenfest vom Klassenerhalt überzeugt. Das 2:1 über Braunschweig, dessen Ende Verbeek auf diesem Bild herbeisehnt, war jedoch das letzte siegreiche Spiel für lange Zeit.
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Siegesserie mit Ende

In den ersten fünf Spielen der Rückserie gelangen der Verbeek-Truppe trotzdem vier Siege, ganz Nürnberg war nun felsenfest vom Klassenerhalt überzeugt. Das 2:1 über Braunschweig, dessen Ende Verbeek auf diesem Bild herbeisehnt, war jedoch das letzte siegreiche Spiel für lange Zeit. © Sportfoto Zink / JüRa

Zu den Langzeitverletzten gesellten sich immer wieder neue Club-Spieler. Ein unglaubliches Verletzungspech...
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Mannschaft auf Krücken

Zu den Langzeitverletzten gesellten sich immer wieder neue Club-Spieler. Ein unglaubliches Verletzungspech... © Sportfoto Zink / WoZi

... sorgte dafür, dass die Bank der Verhinderten oft prominenter besetzt war als die Startelf.
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Prominentes Lazarett

... sorgte dafür, dass die Bank der Verhinderten oft prominenter besetzt war als die Startelf. © Sportfoto Zink / DaMa

In den
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Drmic zündet das Licht an

In den "Wochen der Wahrheit" setzte es für den FCN gegen Bremen, in Hamburg und gegen Frankfurt eine Niederlage nach der anderen. Zurück im Tabellenkeller sorgte nur Josip Drmic mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg gegen Stuttgart für Hoffnung. © Sportfoto Zink / WoZi

Drei Tage später lieferte sich Verbeek angesichts des angeblich unsportlichen Gebahrens des hitzköpfigen Kollegen Christian Streich ein denkwürdiges Scharmützel in Freiburg. Zu allem Überfluss verlor der FCN gegen den direkten Konkurrenten aus dem Breisgau mit 2:3.
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An Tagen wie diesen

Drei Tage später lieferte sich Verbeek angesichts des angeblich unsportlichen Gebahrens des hitzköpfigen Kollegen Christian Streich ein denkwürdiges Scharmützel in Freiburg. Zu allem Überfluss verlor der FCN gegen den direkten Konkurrenten aus dem Breisgau mit 2:3. © Sportfoto Zink / DaMa

20 Punkte in 22 Spielen und eine Mannschaft, die von Verbeeks offensiver Philosophie zuletzt nicht mehr viel auf den Platz bringen konnte, ließen den Stern des Trainers am Nürnberger Fußballhimmel sinken. Die Tore selbst schießen, das war selbstredend nicht möglich.
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Keine Option

20 Punkte in 22 Spielen und eine Mannschaft, die von Verbeeks offensiver Philosophie zuletzt nicht mehr viel auf den Platz bringen konnte, ließen den Stern des Trainers am Nürnberger Fußballhimmel sinken. Die Tore selbst schießen, das war selbstredend nicht möglich. © Sportfoto Zink / WoZi

Da auch die Konkurrenz nicht wirklich vom Fleck kam, hatte der FCN zahlreiche Chancen, sich eine gute Ausgangsposition für das Saisonfinale zu verschaffen. In der Regel scheiterten die Verbeek-Mannen bei diesem Versuch, wie beispielsweise beim 1:4 in Wolfsburg.
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Chancen vertan

Da auch die Konkurrenz nicht wirklich vom Fleck kam, hatte der FCN zahlreiche Chancen, sich eine gute Ausgangsposition für das Saisonfinale zu verschaffen. In der Regel scheiterten die Verbeek-Mannen bei diesem Versuch, wie beispielsweise beim 1:4 in Wolfsburg. © Sportfoto Zink / DaMa

Ein 1:4 gegen Leverkusen am 20. April, bei dem die Mannschaft erste Auflösungserscheinungen zeigte, brachte das Fass für die Verantwortlichen offensichtlich zum Überlaufen. Am Mittwoch zog der Club die Reißleine und setzte Verbeek vor die Tür.
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Heftiger Gegenwind

Ein 1:4 gegen Leverkusen am 20. April, bei dem die Mannschaft erste Auflösungserscheinungen zeigte, brachte das Fass für die Verantwortlichen offensichtlich zum Überlaufen. Am Mittwoch zog der Club die Reißleine und setzte Verbeek vor die Tür. © Sportfoto Zink / DaMa