Namhafte Profis auf der Kurzdistanz

Gottwald und Neef triumphieren beim Rothsee-Triathlon

18.7.2021, 19:02 Uhr
Der Regensburger Sebastian Neef erreicht als strahlender Sieger das Ziel am Seezentrum Heuberg.

Der Regensburger Sebastian Neef erreicht als strahlender Sieger das Ziel am Seezentrum Heuberg. © GIURDANELLA.SALVATORE

Nachdem der favorisierte Sieger von 2017 und 2018, Frederic Funk, seinen Start kurzfristig abgesagt hatte, wurden die Karten an der Spitze neu gemischt. So nutzte der junge Landeskaderathlet Thomas Ott vom ESV Gemünden die Gunst der Stunde, um sich auf der 1,5 km langen Schwimmstrecke in Position zu bringen. Mit einem Vorsprung von knapp zehn Sekunden auf Routinier Henry Beck aus Weimar verließ Ott die Wechselzone und vergrößerte die Lücke auf dem 40-km-Radkurs zunächst. Ab der Renn-Hälfte indes rauschte der Regensburger Sebastian Neef von hinten heran und überflügelte Ott mit riesigen Schritten auf den abschließenden zehn Laufkilometern.

In unter 1:57 Stunden erreichte Neef das Ziel und gab die Schulterklopfer gerne weiter. "Hut ab vor dem Team, unter diesen Bedingungen so eine Veranstaltung zu stemmen. Es war ein harter und ehrlicher Kampf. Draußen auf dem Damm deinen Namen zu hören, war absoluter Balsam auf die Seele. Je länger das Rennen gedauert hat, desto besser kam ich in Fahrt", erklärte der 32-jährige Langdistanz-Spezialist, der im nächsten Jahr endlich auch beim Challenge sein Können beweisen will. In diesem Sommer liegt der Fokus auf der Qualifikation für die Ironman-WM auf Hawaii. Thomas Ott und Stefan Betz (Schweinfurt) komplettierten das Podest, während sich aus der regionalen Szene Tobias Heining (Nürnberg), Tim Frisch (La Carrera Rothsee), Chris Dels (Bamberg), Philipp Stadter (Erlangen) und Lasse Ibert (Twenty Six Roth) auf den Rängen 5 bis 9 stark präsentierten.


Challenge 2021: Ein völlig neues Gesicht


Bei den Frauen machte sich die in Roth bestens bekannte Zirndorferin Lena Gottwald von Beginn an auf und davon, verteidigte ihr übliches Polster nach dem Schwimmen souverän in 2:11 Stunden vor Verfolgerin Luisa Moroff (Maichingen). Dahinter hielt sich auf Platz 3 fast über die gesamte Renndauer mit einem Grinsen im Gesicht, bejubelt von allen Seiten, die nach Babypause zurückgekehrte frühere Seriensiegerin Anja Ippach (vormals Beranek). "Ich habe mir überhaupt keine Platzierung vorgenommen und erstmals einen Wettkampf vom Anfang bis zum Ende genossen", sagte die 36-Jährige vom TV Erlangen.

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