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Gradmesser beim Club - Möller Daehli: "Ich kann noch mehr"

Und jetzt Aue! Offensivquirl sieht Steigerungsbedarf bei sich und dem FCN - 18.04.2021 05:45 Uhr

Wenn er antritt, pusten die Gegner die Backen auf: Mats Möller Daehli forderte zuletzt auch Würzburgs Ridge Munsy - ein Nürnberger Sieg im Abstiegskampf kam dabei jedoch nicht heraus.

17.04.2021 © Sportfoto Zink / DaMa


Der FCN macht es richtig. Und stellt von einem Gespräch mit Mats Möller Daehli jüngst nur den ersten Teil ins Netz. Weiterlesereiz gesichert. Die angekündigten Gesprächsthemen - David Beckham und ein außergewöhnliches Hobby von Nürnbergs Norweger - klingen spannend; ob sie es wirklich sind, wird man auf der Vereinswebsite heute sehen.

"Eine schwierige Phase"

Dass bei MMD, den der Club Ende Januar aus Genk befreite, auch an diesem Wochenende ein Weiterspielreiz bestand, darf ebenfalls als gesichert gelten. In Belgien hatte der ballgewandte 26-Jährige, wie er im Interview erklärt, "eine sehr schwierige Phase, stand fünf Monate nicht im Kader". Die Rot-Schwarzen setzten seit seinem Engagement dennoch rasch und aus gutem Grund auf den Nationalspieler. In den zurückliegenden zehn Partien fand sich der quirlige Offensivmann stets in Nürnbergs Anfangsformation wieder. Und wartete dabei stets, auch wenn es für den FCN - wie zuletzt in Würzburg - nicht wirklich nach dem Club-Gusto lief, mit gehobenen Ballfertigkeiten auf.

"Mittlerweile haben wir zusammen drei Siege geholt. Es waren ein paar gute Spiele dabei und ein paar weniger gute", zieht der immer fokussiert wirkende Hoffnungsträger, der mittels einer Kaufoption über das Saisonende hinaus länger an den Club gebunden werden könnte, als Zwischenresümee. Wie im Mannschaftssport üblich, wurden die Fähigkeiten Möller Daehlis in den guten Matches freilich deutlicher als in den schlechten. Das zurückliegende bei Schlusslicht Würzburg muss aus FCN-Sicht zweifelsfrei dazu gezählt werden. Dass er es mit dem Spielen, auf das der technisch versierte Wikinger in Genk so lange verzichten musste, mitunter übertrieb, wurde am Dallenberg dadurch deutlich, dass Möller Daehli dort den besser postierten Nebenmann häufiger suchte als den Abschluss. Etwas, was den Anlagen des Norwegers entspricht, bei im Vergleich zu den Vorwochen schlechteren Kollegen wohl aber die schlechtere Option war.

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Mit seinen kleinen, wendigen Bewegungen, seinem Spielverständnis und seinen Passgeberqualitäten ist MMD für Nürnberg ein Gewinn. Dass angesichts dieser Qualitäten beim Club "nur" ein Tor - ein vergeblich als Befreiungsschlag im Abstiegskampf vermutetes in Karlsruhe - und zwei Assists für den Blondschopf zu Buche stehen, stört auch Möller Daehli. "Mein Gefühl ist, dass ich besser spielen kann. Ich arbeite daran, in den entscheidenden Momenten noch mehr Selbstvertrauen und Aktionen zu haben. Ich denke, meine Spiele waren bis jetzt ordentlich, aber ich kann noch mehr", lässt Nürnbergs Antreiber auf der altmeisterlichen Website verlauten.

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So bleibt aus Club-Sicht zu hoffen, dass Möller Daehlis Fähigkeiten wieder häufiger auf- statt abblitzen. Seiner Abstiegssorgen ist der FCN im Unterhaus noch nicht ledig. Warum Nürnberg ein besseres Standing durch einen Sieg in Würzburg verpasst hat, weiß der agile Ballschlepper natürlich. "Wir haben sicherlich nicht so intensiv gespielt wie gegen Fürth und Paderborn. Das hat am Ende vielleicht den Unterschied gemacht", erklärt Möller Daehli. Und hätte das "vielleicht" in seinem Statement wahrscheinlich sogar streichen können.

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Intensität und Spaziergänge

In Aue, wo der im Abstiegskampf weiterhin geforderte Club, der zum Leidweisen seines spielwilligen und spielfreudigen Norwegers gegen coronageplagte Kieler am Samstag nicht auf den Platz konnte, soll es für Mats Möller Daehlis Nürnberger wieder besser laufen. Intensiver. Und erfolgreicher - wie als Gradmesser von Kapitän Valentini nach dem entsprechend gestalteten Derby in Fürth definiert. Darauf konzentriert sich auch der sympathische Skandinavier, dem laut Interview nicht nur die Spaziergänge in der Noris gefallen. Ob das auf eine mögliche Zukunft in ihr über den Sommer hinaus Rückschlüsse lässt? Darüber geht es im ersten Teil des auf der Vereinswebsite veröffentlichten Gesprächs mit dem Winterzugang nicht. Eine Verpflichtung Möller Daehlis dürfte für den FCN vorteilhaft, in Corona-Zeiten dem Vernehmen nach aber auch kostspielig sein.

Und so richtet Nürnbergs Norweger seinen Fokus darauf, was er beeinflussen kann. Auf das Spielen, was ihm so fehlte, auf den nächsten Gradmesser für den FCN, den Club-Auftritt im Erzgebirge (Dienstag, 18.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de). "Jetzt müssen wir den Fokus voll auf Aue richten", betont Möller Daehli. Schließlich will es der FCN dort wieder richtig machen.

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