Samstag, 14.12.2019

|

Handball-BOL: Altenberg schielt auf die Tabellenspitze

Dritter Anlauf der Partie der Frauen gegen Rothenburg - 03.12.2019 11:24 Uhr

Die Altenbergerin Lisa Wunder (blau) wird gleich aufs Tor des Tuspo Heroldsberg werfen. Dass eine derartige Aktion auch gegen Rothenburg gelingt, darauf wartet der TSV nach zwei Absagen weiterhin. © Foto: Daniel Marr/Zink


Ursprünglich hätten die beiden Teams Mitte Oktober gegeneinander antreten sollen. Die Partie wurde jedoch verschoben, da die Altenberger auf Grund von verletzten und kranken Spielerinnen keine Mannschaft stellen konnten. Und auch der zweite Anlauf klappte nicht.

Thomas Fischer, Mannschaftsverantwortlicher der Frauen des TSV Altenberg, erklärt den Grund: "Die Begegnung wurde abgesagt, da man im Wasser der Rothenburger Halle Legionellen gefunden hat." Ein neuer Termin für die "Dienstreise" in die "Käthe-Wohlfahrt-Stadt" stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Eigentlich könnte die sportliche Leitung des TSV mit dem bisherigen Verlauf der Spielzeit zufrieden sein. Nach sieben Begegnungen belegt das Team von Trainer Thomas Fischer und Co-Trainer Paul Maidl aktuell mit fünf Siegen und zwei Niederlagen den dritten Platz.

Damit wird das Saisonziel, vorne mitzuspielen und nach Möglichkeit unter die ersten Drei zu kommen, derzeit voll erreicht. Trotzdem schränkt Fischer ein: "Unsere beiden Niederlagen sind ärgerlich. Am ersten Spieltag haben wir gegen die HG Ansbach durch einen Siebenmeter in der Schlussphase unglücklich mit einem Tor verloren (24:25, d. Red.). In der Begegnung mit der HG Zirndorf II hat das Team nicht immer zielführend agiert und mit drei Toren Differenz den Kürzeren gezogen (26:29, d. Red.)."

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass beide Teams in der Tabelle vor den Altenbergerinnen stehen und somit die "schwersten Brocken" wahrscheinlich bereits aus dem Weg geräumt worden sind.

Alle sind fit

Fischer und sein Co-Trainer können im Augenblick personell aus dem Vollen schöpfen, alle sind fit. Die Integration der Neuzugänge sei problemlos verlaufen. "Unsere Neuzugänge sind sowohl menschlich als auch spielerisch eine Bereicherung. Sie eröffnen uns eine perfekte Erweiterung der Möglichkeiten im Spiel. Einige haben innerhalb des Teams bereits Ämter übernommen", führt der Coach aus.

Trotz der beiden Niederlagen seien die Stimmung ausgezeichnet und die Motivation sehr hoch, so Fischer. Grundsätzlich habe das Saisonziel weiterhin Gültigkeit, allerdings wage man ab und an schon einmal einen Blick über den Tellerrand. Mit anderen Worten: Auch gegen Platz zwei oder eins hätten die Altenbergerinnen nicht unbedingt etwas einzuwenden.

Das Zuschauerinteresse bei den Heimspielen, die in der Regel in der Halle am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach ausgetragen werden, macht der Trainer nicht unbedingt vom Tabellenstand des jeweiligen Gegners abhängig.

"Nicht der Tabellenstand, viel mehr die Attraktivität der Spiele entscheidet über das Zuschaueraufkommen. Gegen Zirndorf war die Halle mit ungefähr 200 Leuten voll." Darüber hinaus versucht der TSV Altenberg über Aushänge und Einträge bei Instagram und Facebook sowie über die Homepage Besucher zu generieren.

Derzeit stehen mit der HG Zirndorf II und der HG Ansbach die beiden Teams an der Tabellenspitze, die Fischer auch dort erwartet hat. Die Überraschung für ihn sei die Tatsache, dass der ESV Flügelrad so schlecht gestartet ist. Die Nürnberger sind aktuell Tabellenletzter.

Akzeptanz des Trainers

Hinsichtlich der Stellung des Frauenhandballs im Vergleich zum Männerhandball wünscht sich der Altenberger Coach eine stärkere Medienpräsenz. "In der Berichterstattung ist Männerhandball deutlich vorn. Ich wünsche mir, dass sich dies – insbesondere in unserem Bereich – ein wenig ändert."

Fischer hat als Trainer und Betreuer sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich Erfahrung. Bei den Männern seien Athletik und Körperlichkeit deutlich ausgeprägter als bei den Frauen, wo eher spielerische Ansätze der Schlüssel seien.

"In der Trainingsgestaltung selbst sehe ich nicht den großen Unterschied. Bei den Mädels muss man teilweise ein wenig einfühlsamer agieren, aber auch sie brauchen klare Ansagen."

Und er nennt ein Gesetz, das für beide Geschlechter gilt: "Sowohl im Männer- als auch im Frauenhandball ist die Akzeptanz des Trainers der Schlüssel zum Erfolg."

InfoFerner: BOL Frauen: HG Zirndorf II – Tuspo Heroldsberg 19:11.

HERBERT DRÖSE

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport