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Hässliche Szenen beim Nürnberger Gastspiel in St. Pauli

Zivilbeamter verprügelt - Balljunge aus Gästeblock heraus angespuckt - 01.11.2016 19:29 Uhr

Aus dem Fanblock der Clubfans heraus soll ein Hamburger Balljunge bespuckt worden sein.

© Sportfoto Zink / DaMa


Rund um die Zweitligapartie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg (Endstand: 1:1) haben sich am Montag unschöne Szenen abgespielt. Während des Spiels soll aus dem Gästeblock heraus ein Hamburger Balljunge bepöbelt und angespuckt worden sein, weil er sich über das 1:0 für die Kiez-Kicker gefreut hatte. Einen entsprechenden Bericht der Bild bestätigte der FCN gegenüber nordbayern. "Der Vorfall ist uns bekannt und wurde noch während des Spiels der Polizei gemeldet", erklärte Club-Finanzvorstand Michael Meeske.

Wie die Polizei Hamburg am Dienstag zudem mitteilte, wurde nach dem Spiel ein 35-jähriger Zivilbeamter unweit des Fußballstadions von einer Gruppe "vermeintlicher Anhänger des FC St. Pauli" gejagt, zusammengeschlagen und am Boden liegend getreten, auch gegen den Kopf. Der Grund: Die Angreifer hatten den Beamten "mutmaßlich für einen Nürnberger Fußballanhänger gehalten", so die Polizei.

Durch die Schläge und Tritte wurde der Beamte verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er aber mittlerweile wieder entlassen wurde. Die Täter wurden noch nicht gefasst. Das Landeskriminalamt (Lka) ermittelt.

"Nehmen Vorwurf sehr ernst"

Ein Nachspiel wird auch die Spuck-Attacke aus dem Gästeblock haben. Dass es sich um einen Einzeltäter handeln soll, wollte der 1. FCN am Dienstagabend nicht kommentieren, da die Ermittlungen in Form von Auswertung der Videoaufnahmen noch andauern. "Wir sind zuversichtlich, dass der Vorfall aufgezeichnet wurde und dass diese Aufzeichnung dank moderner Videotechnik zu einem Ermittlungserfolg führen wird", sagte Meeske.

"Wir nehmen den Vorwurf sehr ernst und sind erschüttert über ein derartig unzivilisiertes Verhalten im Block", so der Club-Vorstand. "Der 1. FC Nürnberg distanziert sich von einer derartigen Verrohung der Sitten und unterstützt die strafrechtlichen Ermittlungen nach Kräften."

Stefan Hofer E-Mail

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