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HC Erlangen steht gegen Bietigheim vor "Charakterfrage"

Der alte Rivale aus Schwaben kommt in die Arena - 16.05.2019 08:33 Uhr

Der Erlanger Linksaußen Christopher Bissel hat sich in dieser Saison endgültig als gestandener und konterstarker Bundesliga-Spieler etabliert. © Sportfoto Zink


Von der alten Rivalität aus Zweitliga-Zeiten, als sich beide Teams manchmal bis über die Grenzen des Erlaubten hinaus beharkten, ist nicht mehr viel geblieben. "Es sind ja praktisch bei uns nur noch Niko Link und bei Bietigheim Robin Haller übrig", konstatierte HCE-Linksaußen Christopher Bissel im Vorfeld der Begegnung. Er selbst habe diese Zeiten als Nachwuchsspieler nicht direkt auf der Platte erlebt, sagte der 23-Jährige.

Nichtsdestotrotz sieht der Erlanger Coach Adalsteinn Eyjolfsson seine Mannschaft am Donnerstag vor einer "Charakterfrage". Schließlich steckt der Gegner mitten im Überlebenskampf: Der Aufsteiger will Altmeister VfL Gummersbach in den verbleibenden vier Partien überholen und auf den Abstiegsplatz verdrängen – am liebsten vor dem direkten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag am Pfingstsonntag.

"Bietigheim nicht überpowern lassen"

"Wir müssen von Anfang an sehr präsent sein, das Tempo kontrollieren und das schnelle Konterspiel Bietigheims unterbinden", sagte der Isländer. Ähnlich klang es bei seinem Linksaußen: "Wir dürfen Bietigheim nicht überpowern lassen und das ganze Spiel über eine starke kämpferische Leistung zeigen – dann sind wir die bessere Mannschaft", mahnte Bissel und spielte damit auf die 23:25-Niederlage in der Vorwoche bei FA Göppingen an, als der HCE zwei längere Schwächephasen zeigte und einen durchaus möglichen Sieg aus der Hand gab.

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Unterschätzen wollen die Erlanger die Schwaben nicht, bei denen sie das Hinspiel (26:24) ebenso gewonnen hatten wie im Pokal zu Saisonbeginn (34:20) haben die doch am Wochenende Hannover mit 29:27 geschlagen und davor gegen Wetzlar mit 26:26 gepunktet. Im Fokus stehen dürfte bei der SG der im vergangenen Sommer nach fünf Jahren beim HCE zur SG gewechselte Jonas Link. Und der im Winter nachverpflichtete Michael "Mimi" Kraus, der auf seinen 2007 Mit-Weltmeister und Erlanger Kapitän Michael Haaß trifft. 

Doch trotz der Qualitäten dieser beiden will Eyjolfsson sein Team nicht eigens auf sie ausrichten. "Wir bleiben im System, spielen unsere körperbetonte Abwehr" kündigte er an. Gegen Bietigheim und auch wohl noch in Leipzig eine Woche später muss er auf Johannes Sellin verzichten. "Die Spiele kommen für ihn zu früh", da der Rechtsaußen nach zwei Reha-Wochen in Donaustauf erst langsam wieder ins Mannschaftstraining einsteigt.

Machbarer Endspurt

Vier Spiele hat der HCE in dieser Saison noch zu absolvieren: gegen Bietigheim, in Leipzig, gegen Melsungen und in Stuttgart. "Alle vier sind machbar", meinte Kevin Schmidt, der Sportliche Leiter bei den Erlangern, "auch wenn es in Leipzig und Stuttgart sicher schwer wird." Doch gerade gegen Bietigheim setzt er darauf, dass das Team nach der Enttäuschung von Göppingen etwas gutmachen will. "Dort haben wir uns spielerisch schwer getan, aber in dieser Woche im Training genau darauf Wert gelegt", verriet Schmidt.

Philipp Roser

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