Handball-Bundesliga

Beeindruckend souverän: HCE schlägt Minden mit 30:22

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 14.09.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Peter Schulze-Zachau..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Peter Schulze-Zachau

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18.9.2021, 22:08 Uhr
Ein Leader: Christoph Steinert traf öfter als alle anderen und verteidigte auch stark.

Ein Leader: Christoph Steinert traf öfter als alle anderen und verteidigte auch stark. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Die Bundesliga-Historie des HC Erlangen ist noch recht jung und zumeist schloss die Mannschaft in der unteren Tabellenhälfte ab. Da einen echten Angstgegner auszumachen, ist kaum machbar, zumal in solche Berechnungen ja auch immer nicht ganz unwesentliche Kennzahlen wie der finanzielle Etat der Klubs einfließen sollten. Einen Angstgegner gibt es aber gewiss: Es ist die GWD Minden. Ein Verein, den der HCE in Sachen Strahlkraft und Infrastruktur in den letzten Jahren überholt zu haben scheint - auf dem Handballfeld sah man davon aber so gut wie nie etwas.

Einmal, im Dezember 2019, gewannen die Erlanger im Nordosten Nordrhein-Westfalens, aus den zehn weiteren Erstliga-Begegnungen ging die GWD acht mal als Sieger hervor. In Nürnberg war sie bis Samstagabend gar noch ungeschlagen. War. Denn der HCE gewann auch sein zweites Heimspiel der Saison mehr als souverän mit 30:22.

Und es ging schon gut los: Drei der ersten vier Gästewürfe entschärfte Erlangens Schlussmann Klemen Ferlin, auf der anderen Seite trafen Christoh Steinert, Simon Jeppsson und Nikolai Link. Mit 3:1 führten die Hausherren nach fünf Minuten, nach fünfzehn Minuten mit 7:4. Mindens Torwart Malte Semisch war da nach einer Fußabwehr gegen Steinert bereits verletzt ausgeschieden, mit Carsten Lichtlein ersetzte ihn ein Ex-Erlanger.

Am Spielverlauf änderte das herzlich wenig, der HC Erlangen trat äußerst souverän auf, nutzte in der Offensive seine Chancen, die ihm das eigene Defensivbollwerk erarbeitete. Mit 12:7 führte der HCE, fünf Tore davon hatte Steinert erzielt, als GWD-Coach Frank Carstens seine Mannen mit einer Auszeit wieder in die Spur zu bringen versuchte. Das gelang nicht wirklich, Jeppsson traf zum 15:10-Pausenstand und die Gäste wirkten ziemlich gefrustet.

Ferlin, immer wieder Ferlin

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der HCE vor allem: souverän. Minden kam auf 14:17 heran, fast schon empört reagierten die Erlanger, dabei aber nicht kopflos, sondern umso entschlossener und stellten den alten Vorsprung wieder her. 20:15 nach 40 Minuten. Vorne profitierten sie dabei von den klugen Entscheidungen Steinerts, Jeppssons und Nico Büdels, hinten machten Petter Overby und Tim Zechel das Zentrum dicht - und als Ferlin in Unterzahl zwei freie Mindener Würfe entschärfte, gab es Szenenapplaus.

Erlangen ließ nicht nach, verteidigte weiterhin gierig, ließ Minden keinen Liter Luft zum Atmen. Allerspätestens als Overby zum 27:19 (54.) traf, war die Partie entschieden. Und Minden kein Angstgegner mehr.

Erlangen: Ziemer, Ferlin; Sellin 3, Jaeger, Overby 3, Marschal, Firnhaber, Büdel 2, Bissel 1, Metzner 1, Link 2, Jeppsson 4, Steinert 11/7, Leban, Olsson, Zechel 3.

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