Weltklasse-Handball in der Arena

Kiel? Der HC Erlangen hat keine Angst vor niemand

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 28.09.16..FOTO: Michael Matejka MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait - Sportredakteur Sebastian Gloser ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Sebastian Gloser

Sportredakteur

E-Mail zur Autorenseite

24.9.2021, 12:51 Uhr
Entschlossener Blick: Michael Haaß glaubt an seine Mannschaft - auch, wenn sie diesmal als klarer Außenseiter ins Spiel geht.

Entschlossener Blick: Michael Haaß glaubt an seine Mannschaft - auch, wenn sie diesmal als klarer Außenseiter ins Spiel geht. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

René Selke hätte es natürlich nicht noch einmal extra erwähnen müssen, aber er tut es vorsichtshalber dann doch. Vielleicht hören ja ein paar Leute zu, die keine Vorstellung davon haben, wer da am Samstagabend um 20.30 Uhr in der Arena Nürnberger Versicherung zu Gast ist. Tickets gibt es ja noch, auch wenn der Zuspruch diesmal größer ausfällt als bei den ersten beiden Heimspielen gegen Leipzig und Minden.

Der Geschäftsführer des HC Erlangen sagt also: "Das ist die Besonderheit der stärksten Liga der Welt, dass man da gegen Olympiasieger, Weltmeister, Europameister oder auch gegen Welthandballer spielt."

Vor allem ist es die Besonderheit des Turnverein Hassee-Winterbek von 1904 aus Kiel, des 22-fachen deutschen Meisters, dessen Spieler die genannten Erfolge allesamt vereinen und die, natürlich, mit drei Siegen in die neue Bundesligasaison gestartet sind. Am vergangenen Sonntag hat Kiel die SG Flensburg-Handewitt, den potenziell schärfsten Konkurrenten, mit zehn Toren Vorsprung abgefertigt. 33:23.

Nicht als Fans auftreten, fordert Haaß

Michael Haaß, der Erlanger Trainer, hört sich bei der Pressekonferenz am Freitag die Aufzählung des Geschäftsführers geduldig an, dann sagt er sehr trocken und mit dem typischen verschmitzten Michael-Haaß-Lächeln: "Ich schaue erst einmal auf meine Spieler."

Der HCE hat inzwischen ja selbst immerhin Europameister, einen Vize-Weltmeister und einen olympischen Bronzemedaillengewinner im Aufgebot versammelt, wobei wahrscheinlich noch entscheidender ist, dass an ihrer Seite Spieler stehen, die erst noch Titel holen oder sich auf hohem Niveau in der Bundesliga etablieren wollen, die hungrig sind. Und die zusammen zu einer Mannschaft geworden sind, die – so formuliert es Haaß – "vor nichts Angst hat". Also auch nicht vor der scheinbar übermächtigen Weltauswahl aus Kiel.

Firnhaber will "Beton anrühren"

Der HC Erlangen selbst hat die Spielzeit mit zwei Siegen und einem Unentschieden eröffnet, das neue Selbstvertrauen ist spürbar. "Natürlich muss sehr viel passen", ist sich Haaß der Schwere der Aufgabe bewusst, Kreisläufer Sebastian Firnhaber, der als ehemaliger Kieler den Gegner auch unter dem Jahr sehr genau beobachtet sagt: "Wir müssen zeigen, dass wir richtig Beton anrühren können." Es gelte die zweite Welle, die Power der zwei Kreisläufer zu stoppen.

Michael Haaß hofft auf die Unterstützung der Zuschauer und darauf, dass seine Spieler selbst keine werden in Anbetracht der Weltklasse der Gäste aus Kiel. "Es gibt keinen Grund als Fans aufzutreten", sagt er.

Keine Kommentare