Wuchtiger Abschlussexperte kommt aus Coburg

Kurch statt Johannsson: Der HCE justiert sich am Kreis neu

Andreas Pöllinger
Andreas Pöllinger

Sport-Redaktion

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22.6.2022, 11:37 Uhr
Wenn der Neu-Erlanger Justin Kurch hinlangt, wird dies für die Gegner mitunter ziemlich schmerzhaft.

© Sportfoto Zink / OGo Wenn der Neu-Erlanger Justin Kurch hinlangt, wird dies für die Gegner mitunter ziemlich schmerzhaft.

Zweifel? Gibt es keine. "Wir sind uns sicher, dass Justin Kurch beim HC Erlangen den nächsten Schritt gehen wird", lässt Geschäftsführer René Selke ausrichten. Und belegt seine Zuversicht mit positiven Beispielen der jüngeren Transfer-Vergangenheit. "Wir haben prima Erfahrungen mit gut entwickelten Talenten des Leistungsniveaus von Kurch gemacht, wenn ich nur an Tim Zechel oder Antonio Metzner denke. Auch Justin wird deren Weg gehen", glaubt Selke.

Beim HCE komplettiert der Juniorennationalspieler mit Sebastian Firnhaber und Tim Zechel in der kommenden Saison das Kreisläufer-Trio. Beworben für ein Engagement in Deutschlands Handball-Eliteliga hat sich Kurch in Coburg. Beim klassentieferen Lokalrivalen wurde dieser in den vergangenen zwei Jahren zur festen Größe. Als eisenharter Abwehrchef verdrängte Kurch dabei arrivierte Spieler wie den gerne ebenfalls kompromisslos zulangenden Ex-Erlanger Jan Schäffer aus ihren zentralen Rollen. Seine Fähigkeiten in der Offensive gab der Muskelprotz im Schatten der Veste gleichermaßen zur Kenntnis. 80 Prozent verwandelte Bälle gelten als Topwert und Erklärung dafür, dass der HCE-Zugang berechtigterweise auch den Torabschluss zu seinen Qualitäten zählt.

Profitiert von diesen Qualitäten hätte in der neuen Saison eigentlich der Zweitligist aus Dessau, mit dem Kurch im Winter einen Wechsel bereits verabredet hatte. Weil der HCE von einem Transfer von Sveinn Johannsson, der aufgrund einer Knieverletzung durch den Medizincheck rasselte, Abstand nahm und Kurch anstelle des Isländers in sein Blickfeld rückte, agiert der Modellathlet nun jedoch erstklassig. Einen "jungen und talentierten Spieler", nennt Raul Alonso aus seinem Spanien-Urlaub heraus den Kreisläufer. "Wir konnten mit Justin nun einen jungen und talentierten Spieler verpflichten, der besonders in der abgelaufenen Rückrunde der zweiten Liga sein großes Potential bewiesen hat: Er ist physisch stark, schnell und mit einer guten handballerischen Ausbildung ausgestattet", lobt der HCE-Coach.

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