Handball-Bundesliga

Mit einer Bestmarke nach Flensburg: HCE rührt Beton an

9.9.2021, 12:02 Uhr
Danke, Keeper: Simon Jeppsson umarmt Schlussmann Klemen Ferlin, der 40 Prozent aller Würfe entschärfte.

Danke, Keeper: Simon Jeppsson umarmt Schlussmann Klemen Ferlin, der 40 Prozent aller Würfe entschärfte. © Sportfoto Zink / Oliver Gold, Sportfoto Zink / OGo

Das Wie ist nicht entscheidend. Es geht um das Ob. "Handball ist ein Ergebnissport", sagte Trainer Michael Haaß, fast schon entschuldigend, nachdem sein HC Erlangen am Mittwochabend nicht schön, aber erfolgreich in die neue Saison der Handball-Bundesliga gestartet war. Mit 19:15 (8:8) rang der HCE den hoch gehandelten SC DHfK Leipzig nieder. "19 Tore reichen nicht oft, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen", sagte Haaß und hatte damit natürlich Recht: Letztmals hätten dem HCE am 21. Februar 2019 19 Tore gereicht, beim 26:18 gegen den Bergischen HC.

Am Mittwoch hätten sogar 16 Tore gereicht, das hat es in der Erstliga-Geschichte der Erlanger noch nie gegeben. Die nur 15 Gegentore markieren hier einen neuen Bestwert. Haaß hat eine "sehr, sehr starke Abwehr" mit einem "sehr, sehr starken Klemen Ferlin" dahinter gesehen. "Das hat Spaß gemacht, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen." Dem Angriff zuzuschauen, das war für die 3067 Zuschauer in der Arena mitunter weniger vergnügenssteuerpflichtig. "Ein paar ganz eigenartige Aktionen" hat Haaß da gesehen, inklusive 563 torloser Sekunden zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sich Pech mit Unvermögen paarte, ehe Simon Jeppsson in Überzahl den Bann brach. "Das können wir besser", so Haaß.

Das müssen sie auch besser hinbekommen, denn am Samstag (18.30 Uhr/Sky) schon tritt die Mannschaft bei der nochmal höher gehandelten SG Flensburg-Handewitt an, dem Vizemeister, dem am Mittwoch ebenfalls 19 Tore zu einem Sieg gereicht hätten. Das 31:18 bei der GWD Minden geriet den Norddeutschen allerdings enorm souverän - und das ohne einen Linkshänder im Kader.

"Als HC Erlangen fährt man nie als Favorit nach Flensburg", weiß Haaß. Den ersten Druck haben die Erlanger sich selber von den Schultern genommen, an der Förde können sie befreit aufspielen. Der Trainer schmunzelt: "Die Flensburger werden keine Angst vor unserem Angriff haben." Respekt vor der Abwehr aber ganz sicher.

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