Gegen die alten Freunde

Pokalkracher! Simon Jeppsson und der HCE empfangen Flensburg

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 28.09.16..FOTO: Michael Matejka MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait - Sportredakteur Sebastian Gloser ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Sebastian Gloser

Sportredakteur

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5.10.2021, 17:07 Uhr

"Wir haben alle Möglichkeiten, sie wieder zu ärgern", glaubt Simon Jeppsson vor der nächsten Begegnung mit Flensburg. © Sportfoto Zink / Oliver Gold, Sportfoto Zink / OGo

Natürlich schickt sich Simon Jeppsson ab und zu noch ein paar Nachrichten hin- und her mit den alten Freunden aus Flensburg. Drei gemeinsame Jahre sind ja nicht einfach vergessen, nur weil man sein Glück woanders sucht. Am Mittwochabend ab 19.30 Uhr spielt das allerdings keine Rolle mehr. "Außerhalb des Platzes sind wir gute Freunde", sagt Jeppsson, der vor seinem Wechsel zum HCE das Trikot der SG Flensburg-Handewitt getragen hat, "aber am Mittwoch gilt meine Konzentration zu 100 Prozent Erlangen."

Es ist schon die zweite Begegnung in dieser noch jungen Spielzeit zwischen beiden Mannschaften. In der Liga holte der HCE beim 27:27 erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der "Hölle Nord" einen Punkt, nun trifft man sich in der Arena Nürnberger Versicherung in der zweiten Runde des Pokalwettbewerbs wieder.

Andere Voraussetzungen, glaubt Haaß

Ein Unentschieden wird es diesmal nicht geben, auf dem Weg zum Final Four in Köln helfen nur Siege weiter. Mit Hilfe der Fans wollen sie beim HCE zumindest ein bisschen so etwas eine Hölle Süd entfachen, "wir haben alle Möglichkeiten, sie wieder zu ärgern", glaubt Jeppsson.

Damit das gelingt, muss aber mal wieder "alles passen", wie es Trainer Michael Haaß formuliert. Nach wie vor muss Flensburg auf mehrere Leistungsträger verzichten, die verletzt fehlen, dennoch hat die Mannschaft von Maik Machulla zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Gegen den TUS N-Lübbecke gab es einen deutlichen 34:17-Auswärtserfolg. "Wir haben die positive Erfahrung aus dem Ligaspiel", sagt Haaß, "die Voraussetzungen sind aber ganz andere."

In Anbetracht der ersten Machtdemonstrationen von Kiel, Magdeburg und Berlin ist für die Flensburger in dieser Saison der Pokal möglicherweise der einzige Wettbewerb, in der sie einen Titel holen könnten. Mit der entsprechenden Einstellung dürften sie am Mittwoch in Nürnberg auftreten.
Für den HCE gilt es nach Niederlagen gegen Kiel und Berlin zu beweisen, dass man länger als 23 Minuten gegen ein Topteam mithalten kann. "Wir müssen Fehler vermeiden, die Topteams bestrafen das sofort", sagt Jeppsson, der es wissen muss. Er hat mal für eines gespielt.

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