Heroldsberger Fritz Sörgel: Olympia-Entscheidung "ein Pokerspiel"

23.1.2021, 16:15 Uhr
Der Heroldsberger Fritz Sörgel äußerte sich zu den Olympischen Spielen in Tokio

Der Heroldsberger Fritz Sörgel äußerte sich zu den Olympischen Spielen in Tokio © Daniel Karmann, dpa

"Lassen Sie bei so vielen Leuten zwei, drei Superspreader dabei sein, dann kann das den Spielen innerhalb kürzester Zeit ein Ende bereiten", sagte Fritz Sörgel dem Sportbuzzer.


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Angesichts von 11 000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt sei es ihm "schleierhaft", wie Abstandsregeln eingehalten werden sollen. "Ich gehe davon aus, dass vielleicht die Hälfte der Wettkämpfe ordentlich zu Ende geführt werden kann", sagte Sörgel.

Viel werde von der Disziplin und der Impfbereitschaft der Teilnehmer abhängen. "Klar ist: Es wird ein großes Durcheinander geben. Wer ist geimpft? Wer nicht? Welche Länder zwingen ihre Sportler zur Impfung?", sagte Sörgel.


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Er rechnet damit, dass autoritär geführte Staaten ihre Olympioniken zur Corona-Impfung verpflichten werden. In Deutschland soll es keine Impfpflicht geben, auch das Internationale Olympische Komitee hat dies ausgeschlossen.

Angesichts des Corona-Notstands in Japan und der in vielen Ländern bedrohlichen Pandemie-Lage hält Sörgel die Entscheidung über die Austragung der bereits um ein Jahr verschobenen Tokio-Spiele für "ein Pokerspiel".


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Er rechnet mit einem Beschluss um den 20. März. "Dann wird es jedoch nicht die Daten geben, die das IOC und die japanischen Organisatoren in die Lage versetzen, diese Entscheidung mit Sicherheit zu treffen. Die Absage oder eine erneute Verschiebung muss man also einkalkulieren", sagte Sörgel.