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Heute Derby! FCN und Kleeblatt setzen auf Eigengewächse

Mühl und Raum sind Säulen in den jeweiligen Abwehrreihen - 29.11.2020 05:55 Uhr

Stehen sich heute gegenüber: Lukas Mühl und David Raum.

28.11.2020 © imago-images


Sie tun sich schwer beim 1. FC Nürnberg. Duelle gegen die SpVgg Greuther Fürth gingen in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren an den weiß-grünen Nachbarn. Besonders im eigenen Achteck sind Derbysiege gegen Fürth eine Rarität, der letzte gelang vor über viereinhalb Jahren. Den Akteuren am Valznerweiher wird dabei gerne mal vorgeworfen, man könne sich nicht mit der Brisanz dieser Partie identifizieren.

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Vor der 267. Auflage der Mutter aller deutschen Fußball-Derbys stellt sich der FCN aber vehement gegen vermeintliche kritische Stimmen. So spürte Coach Robert Klauß, der Derbyerfahrung bisher lediglich in einem Duell zwischen RB und Lok Leipzig sammeln durfte, in der Trainingswoche einen Impuls aus der Mannschaft heraus, der auch das Trainerteam erreichte. "Viele Jungs kennen das Derby und wissen, was auf sie zu kommt“, verriet Klauß in der Pressekonferenz. Aller Voraussicht nach werden es acht Spieler sein, die beim FCN heute (13.30 Uhr, Live-Ticker bei nordbayern.de) beginnen werden und die von Klauß beschriebenen Derby-Kenntnisse aufweisen können.

Vorangehen wird dabei Lukas Mühl, der in Sachen Derby-Erfahrung Spitzenreiter im Kader des FCN ist. Der gebürtige Niederbayer, der in der C-Jugend vom TSV Regen an den Valznerweiher wechselte, absolvierte im FCN-NLZ fünf Partien gegen die Spielvereinigung, dazu kommen vier Spiele als Profi. "Ich bin jetzt das zehnte Jahr hier, von daher ist dieses Spiel für mich ein anderes als vielleicht für den ein oder anderen", freut sich Mühl in einem vom Verein geführten Gespräch auf das heutige Duell mit dem Nachbarn.

Formstark vor dem Derby

Zudem hat Mühl einen Anteil daran, dass der FCN mit einer durchaus breiten Brust gegen das derzeit spielstärkste Team der Liga auftreten dürfte. Beim jüngsten 4:1-Erfolg in Osnabrück war das Eigengewächs mit 80 Prozent gewonnenen Zweikämpfen eine tragende Säule in der am Montagabend überzeugenden Club-Defensive. Das 1:0 von Manuel Schäffler leitete Mühl zudem mit einem Chip auf den Vorlagengeber Enrico Valentini ein.

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Doch auch beim Kleeblatt überzeugte zuletzt ein Eigengewächs, für welches das Frankenderby einen großen Teil auf dem Weg zum Profi einnahm. Sechs Partien gegen den FCN absolvierte David Raum in der Fürther Jugend, dazu kommen zwei Derby-Einsätze bei Fürths Berufsfußballern. Das letzte Aufeinandertreffen mit dem Club entschied der gebürtige Nürnberger mit seinem "wichtigsten Tor meiner Karriere", wie er es im Nachgang beschrieb, gar selbst. Dass Raum heute sein drittes Profi-Derby spielen wird, daran bestehen keine Zweifel. Der U-21-Nationalspieler hat sich beim Kleeblatt mit ansprechenden Leistungen auf der linken Defensivseite festgespielt. Zudem ist der Linksfuß laut kicker der Notenbeste Abwehrspieler der Liga (Durchschnitt 2,69).

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Von Top-Noten ist man beim Club in dieser Saison noch ein Stück weit entfernt. Eine ansprechende Leistung gegen den großen Rivalen dürfte für ein besseres Zeugnis aber sicherlich helfen.

Tim Sohr Online-Redaktion, Sport

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