Heute gilt's: Der FCN startet in die neue Saison

6.8.2016, 06:00 Uhr
Alois Schwartz hat Spaß beim Club. Gute Laune sollen die FCN-Fans auch in Dresden haben.

Alois Schwartz hat Spaß beim Club. Gute Laune sollen die FCN-Fans auch in Dresden haben. © Sportfoto Zink / WoZi

Einen Siegeszug muss man wohl eher nicht erwarten, ansonsten? "Wie weit man ist, weiß keiner", sagt Schwartz. Der Trainer startet in seine vierte Zweitliga-Saison, aber weil es die erste mit dem 1. FC Nürnberg ist, erlebt der Schwabe doch etwas Neues. 3000 Fans begleiten den Club am Samstag nach Dresden. So etwas kennt Schwartz aus Sandhausen nicht, schon ob dieser Begeisterung werde man "alles dafür tun, dass sie glücklich nach Hause fahren", verspricht der Trainer.

Dass seinem Team alles abverlangt wird, erwartet Schwartz, Dynamo Dresden sei ja "kein normaler Aufsteiger" - was Zahlen untermauern; von 38 Drittligaspielen verlor das Team von Trainer Uwe Neuhaus lediglich zwei und sammelte 78 Punkte ein. Der achtmalige DDR-Meister kehrte im Triumphzug in die zweite Liga zurück, Leidenschaft und Euphorie, vermutet Schwartz, werde die Sachsen beflügeln - sein Team soll idealerweise mit denselben Tugenden dagegenhalten: "Es sind schöne Spiele, wenn das Stadion lebt, da kann man gut in eine Saison kommen."

Kirschbaum ist die Nummer zwei

Wer sich daran versuchen darf, ließ Schwartz zwar noch offen, aber dass Lukas Mühl - noch einmal ausdrücklich gelobt - dabei sein wird, darf man annehmen. Offen ist wohl nur noch die Besetzung der rechten Außenbahn, die Kandidaten heißen Kempe und Gislason. Wer sich auf der Bank nicht nur in Dresden als Vertreter von Torwart-Veteran Raphael Schäfer bereithalten darf, hat der Club-Coach derweil klar kommuniziert. Thorsten Kirschbaum ist vorläufig die neue Nummer zwei. Patrick Rakovsky, der sich im Einsatz für die U21 zudem einen veritablen Pferdekuss am Oberschenkel zugezogen hat, ist in der Torhüter-Hierarchie damit auf Platz drei abgerutscht.

So oder so: Alois Schwartz freut sich auf seine Premiere. Während sein Vorgänger René Weiler gerade geäußert hatte, er habe in Nürnberg etwas Wertschätzung vermisst, ist Schwartz rundum glücklich. "Ich fühle mich pudelwohl beim 1. FC Nürnberg", sagt der Mann, der die Rot-Schwarzen am Samstag erstmals im Liga-Betrieb anleiten wird, "ich bin richtig gut aufgenommen worden und stolz darauf, Trainer beim Club zu sein."

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