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Heute gilt's! So will der Club die Knappen knacken

FCN geht mit Selbstvertrauen und Siegesserie ins Pokal-Duell - 26.10.2016 09:08 Uhr

Alois Schwartz stand vor wenigen Wochen noch heftig in der Kritik - nun ist sein Team aber in der Spur. © Sportfoto Zink / DaMa


"Voll dagegenhalten", so heißt die Devise für den 1.FC Nürnberg im DFB-Pokalspiel am Mittwochabend (20.45 Uhr) gegen den FC Schalke 04. Zwar habe die Liga Priorität, sagt Trainer Alois Schwartz auch, aber "in so einem Spiel ist alles möglich, deshalb nehmen wir es genauso ernst", es sei "eine schöne Aufgabe gegen einen großen Bundesligisten".

Seine zuletzt sehr erfolgreiche Mannschaft wird Schwartz deshalb wohl nicht entscheidend oder vielleicht sogar gar nicht umstellen, "ein kleines Fragezeichen" stehe lediglich hinter dem Einsatz des leicht angeschlagenen Dave Bulthuis, Schwartz ist aber zuversichtlich, dass es für einen Einsatz reicht. Mit der Serie von vier Siegen ist das Selbstvertrauen gewachsen, Schwartz wollte vor dem Pokalspiel die Gelegenheiten nutzen, sich zu bedanken. "Wir haben die Geduld gehabt, durch dieses Tal zu gehen", die Mannschaft sei auch über schwere Wochen gewachsen und nun bereit, es mit einem etablierten Bundesligisten aufzunehmen. Schalke "nicht zu viel spielen lassen", das ist der Nürnberger Plan für die zweite Runde im Pokalwettbewerb: "Wir wollen in unser Umschaltspiel kommen, dann hat es jeder Gegner gegen uns schwer."

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Tore, Paraden, Buh-Rufe: Club ist auch von 96 nicht zu stoppen

Das Nürnberger Erfolgsrezept ist ganz einfach: Vorne treffen Matavz und Burgstaller. Und hinten hält Kirschbaum sein Tor sauber. Auch Bundesligaabsteiger Hannover 96 holte gegen den wiedererstarkten Club keine Punkte. Martin Bader musste bei seiner Rückkehr mit Buh-Rufen leben.


Wie der Club hatten auch die Schalker mit ihrem neuen Trainer Markus Weinzierl einen wenig ersprießlichen Saisonstart, haben sich aber gefangen und inzwischen beträchtlich gesteigert. Beim 3:0-Heimsieg über Mainz habe das Team "die beste Saisonleistung" gezeigt, wie Manager Christian Heidel fand: "Vom Gefühl her versteht die Mannschaft immer mehr, welche Art Fußball wir hier spielen wollen."

Genau so sah es auch in Nürnberg aus beim erstaunlich souveränen 2:0-Sieg über Hannover, als das Team ganz verinnerlichte, worauf es in der zweiten Liga ankommt: starke Physis, Disziplin, wie Alois Schwartz sagt – darüber könne Nürnberg dann auch seine spielerischen Fähigkeiten zeigen. Schwartz würde es gern einer größeren Kulisse vorführen, erwartet werden aber maximal 30.000 Zuschauer.

Seit dem Pokal-Triumph von 2007 ist dem Club im Pokal nicht mehr viel gelungen, lediglich einmal reichte es noch fürs Viertelfinale – wo man 2011 mit Trainer Dieter Hecking in einer spektakulären Partie nach Verlängerung mit 2:3 gegen Schalke 04 verlor.

Hans Böller

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