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Ice Tigers: Cornel kommt, Acton aber nicht zurück

Vertrag des glücklosen Mittelstürmers wird aufgelöst - 27.11.2020 15:21 Uhr

Will Acton kam als Hoffnungsträger, in Erinnerung aber bleiben seine Fehlpässe im Power-Play und vergebene Großchancen (wie hier gegen Düsseldorf).

22.03.2020 © Thomas Hahn/Zink


Er kam als Torjäger, als Spielmacher, als Führungsspieler, als legitimer Nachfolger von Steven Reinprecht. Will Acton hätte in Nürnberg viele Rollen übernehmen sollen. Und es fand sich kaum jemand, der ihm das nicht zugetraut hatte. In Schwenningen war der Kanadier Topscorer, ligaweit die Nummer drei. Doch bei den Ice Tigers funktionierte Acton nicht. Sein Dreijahres-Vertrag wurde zur Belastung, wirtschaftlich und sportlich. Bis jetzt.

Am Freitag gaben die Ice Tigers bekannt, dass Acton nicht dabei sein wird, wenn Frank Fischöder am Mittwoch in der Arena Nürnberger Versicherung erstmals jene Spieler auf dem Eis um sich versammelt, die nicht noch in Quarantäne sind. Acton bleibt in Ontario, sein Vertrag wurde aufgelöst. Seine Planstelle besetzt nun ein junger Mittelstürmer, dessen Name bei den Fans weitaus weniger Erwartungen wecken wird. Dabei wurden die Chancen Eric Cornels, es in die National Hockey League zu schaffen, weitaus höher eingeschätzt. Die Buffalo Sabres hatten sich 2014 bereits in der zweiten Runde der jährlichen Talent-Ziehung für den schlaksigen jungen Mann aus der Ontario Hockey League.

Groß, schnell, offensivstark?

Anders als Acton, der nie gedraftet wurde, schaffte es Cornel allerdings nicht in die NHL. Nach vier wenig ertragreichen Spielzeiten in der American Hockey League wechselt der 24-Jährige nun nach Europa zu den Ice Tigers. In Nürnberg soll Cornel wahrscheinlich von Beginn an mehr Verantwortung übernehmen. Nach den Abgängen von Brandon Buck und Acton steht dem neuen Trainer Frank Fischöder kein erfahrener klassischer Mittelstürmer mehr zur Verfügung. In diese Rolle soll Cornel hineinwachsen.

„Eric ist ein großer, offensivstarker und schneller Mittelstürmer, der jetzt in Europa durchstarten will“, lässt Trainer Frank Fischöder ausrichten. „Alles, was wir beim Scouting von ihm sehen konnten und von unseren Kontakten in Nordamerika über ihn gehört haben, hat uns absolut überzeugt.“ In Rochester hat er diese Talente nicht in Zahlen umsetzen können. Das gilt auch für Acton in Nürnberg. Nach 16, 16 und 18 Saisontreffern in Schwenningen kam der 33-Jährige bei den Ice Tigers nur noch auf 12 und 9 Tore – trotz weiterhin großer Verantwortung und ordentlich Eiszeit. In den Playoffs 2019 wurde für Acton in acht Spielen nur eine Vorlage notiert. Er kam als Hoffnungsträger, in Erinnerung aber bleiben seine Fehlpässe im Power-Play und vergebene Großchancen.

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