Mittwoch, 20.01.2021

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Ice Tigers: Ein Playoff-Spiel im Januar

Im kalten Eisstadion von Straubing sollte es nach dem 4:3 heiß zugehen - 14.01.2021 06:00 Uhr

Einen Zweikampf, den es so nicht mehr geben wird: John Broda ist nach Mannheim zurückgekehrt, um Abiturprüfungen zu schreiben. Sena Acolatse wird sich einen anderen Nürnberg zum Spielen suchen müssen. 

10.01.2021 © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa


Am Montag danach sind sie wieder getestet worden. Also wieder ein Wattestäbchen tief in den Rachen, ein Wattestäbchen tief in die Nase. Für Frank Fischöder ist das kein Problem. Fischöder ist Eishockey-Trainer, war Eishockey-Spieler, noch dazu in den wilden 90er-Jahren. Natürlich ist seine Nase gebrochen, mindestens einmal. Und wenn ihm das Wattestäbchen ins rechte Nasenloch hinauffährt, zuckt der Cheftrainer der Ice Tigers noch nicht einmal. Nur wenn der Physiotherapeut auf Sars-CoV-2 testet, dann wird es unangenehm, dann geht es auch noch ins linke Nasenloch. Weil sicher ist sicher.

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4:0 und 0:3 ist gleich: Derbysieg für die Ice Tigers

Mehr kann man von einem Eishockeyspiel nicht erwarten: Die Ice Tigers führen 4:0, interpretieren ihren Sport spektakulär und modern, lassen die Straubing Tigers auf 4:3 herankommen und finden im Schlussdrittel doch noch zur ihren neuen Stabilität zurück. Durch den Reifeprozess in Bildern führt Sebastian Böhm.


Fischöder hat am späten Sonntagabend noch aus dem Corona-Alltag der Ice Tigers berichtet. Wahrscheinlich hätte er die Geschichte auch nach dem 1:2 gegen Schwenningen erzählt, der vierten Niederlage in Folge zum Saisonstart. Mittlerweile aber hat seine Mannschaft zweimal sehr ordentlich gespielt, 2021 ist sie noch ungeschlagen – in zwei Partien, aber immerhin. Gerade beim 4:3 gegen Straubing konnte man den Ice Tigers beim Wachsen zusehen. Schwacher Auftakt, nach dem 1:0 durch Daniel Schmölz euphorisch auf 2:0, auf 3:0, auf 4:0 erhöht – und in einer Viertelstunde beinahe alles wieder verspielt. "Wir haben nur die einfachen Dinge nicht mehr gemacht", stellte Fischöder fest. "Wir dachten jetzt geht jetzt schon so weiter und obwohl wir wahrgenommen haben, dass das so nicht funktioniert, haben wir den Hebel nicht mehr umlegen können." Aus einem soliden 4:0 wurde so ein wackliges 4:3. Dann rettete die zweite Drittelpause die Ice Tigers.

Aggressiver mit den Schlägern

"Es muss in unsere Köpfe, dass es in dieser Saison kein Spiel geben wird, das wir einfach so runterspielen", sagte Fischöder danach - und in einer dreiminütigen Pausenansprache auch seiner Mannschaft. "Als sie aufgehört haben, Bögen zu fahren, aggressiver mit den Schlägern zu arbeiten, haben sie einen Riesenjob gemacht. Das ist ein großes Plus dieser Mannschaft. Sie weiß, was zu tun ist, man muss sie nur manchmal wieder daran erinnern." Man kann also auch davon ausgehen, dass sie weiß, was am Donnerstag in Straubing auf sie zukommt: Eine Art Playoff-Spiel, im schlechtesten Fall das einzige der Saison.

Der Spielplan dieser verkürzten Corona-Saison macht es den Klubs nicht einfacher. Weil die DEL den Fans zu Hause, vor allem dem Medienpartner Telekom mindestens alle 24 Stunden Eishockey bieten will, erstrecken sich die Spieltage über mehrere Tage. Das erklärt, warum die Ice Tigers zwischen den Spielen in Augsburg (4:1) und gegen Straubing (4:3) eine Woche Pause hatten, warum sie Ende Januar alle zwei Tage ranmüssen und warum sie sich am Donnerstag wieder einer Mannschaft stellen müssen, die sie am Sonntag noch zwischenzeitlich gedemütigt hatten. "Bei back-to-back-Spielen ist die Intensität noch einmal eine andere", prognostiziert Fischöder. Back-to-back bedeutet, dass es unmittelbar nacheinander gegen denselben Gegner geht, gegen einen stolzen Gegner, der die Vorsaison auf Platz drei beendet hatte, dem die Pandemie aber erst die Playoffs, dann die erste Teilnahme an der Champion League und derzeit auch das Selbstbewusstsein genommen hat.

Bodnarchuk soll zurückkehren

Straubing hat drei Spiele in Folge verloren und steht in der Tabelle der Südgruppe hinter Nürnberg. Das kann einer Mannschaft, die sich über Härte und ein unnachgiebiges Auftreten definiert, nicht gefallen. Aber es dürfte den Tigers nicht entgangen sein, dass sich die Ice Tigers nicht einschüchtern ließen, weder die jungen Spieler und schon gar nicht die erfahrenen. Diese Mannschaft lernt zum Teil von Drittel zu Drittel. Füreinander einzustehen, muss man Chris Brown, Dane Fox oder Andrew Bodnarchuk, der wohl wieder mit dabei sein wird, nicht mehr beibringen. Im kalten Eisstadion am Pulverturm wird es also sicher nicht unterkühlt zugehen. Der Corona-Test könnte am Donnerstag nicht unangenehmste Erfahrung für die Ice Tigers bleiben.

Wie gut kennen Sie die neuen Ice Tigers?

© Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa

Die Nürnberg Ice Tigers starten mit einem neuen Trainer, 13 neuen Spielern, einem neuen alten Namen und leider ohne Fans in der Arena in die DEL-Saison 2020/2021. Wie gut Sie das neue Team bereits kennen, wissen Sie erst am Ende unseres Quizzes. Wie immer gilt, wer googelt, hat das Quiz nie geliebt.

© Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa

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Frage 1/20:

Tyson McLellans Vater ist ein bekannter NHL-Trainer. Wer ist aktuell Todd McLellans Co-Trainer?

Bundestrainer Marco Sturm wechselte nach dem sensationellen Abschneiden der Nationalmannschaft in Pyeongchang als Co-Trainer zu den Los Angeles Kings. Todd McLellan galt da nur als Übergangslösung für Sturm. Vielleicht war das aber auch nur eine deutsche Interpretation. 

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Frage 2/20:

In der letzten DNL-Saison für Mannheim schoss Marcel Kurth 20 Tore. Welches Duo schoss je eins mehr?

Der Mannheimer Tim Bender hat in der DNL natürlich ebenfalls für die Jungadler gespielt und immerhin 14 Tore erzielt. Als Verteidiger. An der Seite von Marcel Kurth aber waren die heutigen NHL-Profis Leon Draisaitl und Dominik Kahun noch ein wenig treffsicherer. 

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Frage 3/20:

Überflüssige Fouls, großes Temperament, Führungskraft: An welchen Ex-Kollegen erinnert Chris Brown?

Brandon Segal stand immer vor der Kabine, um seine Kollegen mit einem Fistbump aufs Eis zu schicken. Schon in seiner letzten Saison in Nürnberg aber stand da ein zweiter US-Amerikaner. Segal hat längst seine Karriere beendet, Chris Brown macht die Ice Tigers aber immer noch heiß.

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Frage 4/20:

Vincent Hessler ist in Berlin geboren. Welche weiteren Ice Tigers sind ebenfalls Berliner?

Unüberhörbar stammt Sportdirektor André Dietzsch aus Berlin, ebenso wie der junge Verteidiger Julius Karrer.

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Frage 5/20:

In Mindelheim wird das Frundsbergfest groß gefeiert. Welchem Fähnlein gehört Patrick Reimer an?

Natürlich folgt Patrick Reimer wie seine beiden Brüder dem Fähnlein Ems.

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Frage 6/20:

Wo ist Timo Walther geboren?

Der zweitbekannteste in Bangkok geborene Eishockeyspieler heißt Hideki Nagayama und hat zuletzt für die zweite Mannschaft der Löwen Frankfurt gespielt. 

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Frage 7/20:

Welcher Spieler wurde 2014 in der 2. Runde des NHL-Drafts direkt nach Eric Cornel gezogen?

Die Buffalo Sabres entschieden sich für Eric Cornel, die Dallas Stars wählten direkt danach Brett Pollock. Beide haben kein Spiel für ihre NHL-Klubs absolviert. 

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Frage 8/20:

Riessersee, Salzburg, North Bay - und wie hieß die letzte Station Max Kislingers im Nachwuchs?

Max Kislinger ist von den Flint Firebirds nach Nürnberg gewechselt. Warum das in jedem Fall eine Verbesserung war, lässt sich leicht googlen.

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Frage 9/20:

Wer ist größer: Oliver Mebus oder Zdeno Chara?

Laut Eliteprospects sind Mebus und Chara mit 2,06 Meter genau gleich groß und damit die größten Profi-Eishockeyspieler der Welt.

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Frage 10/20:

In welcher Stadt hat Marcus Weber 2019 zum ersten Mal für das deutsche Nationalteam gespielt?

Im Presseraum des Olympia-Sportzentrums von Garmisch-Partenkirchen hängt noch immer ein Foto, das Marcus Weber jubelnd mit Josef Lehner nach dem Gewinn der Oberliga-Meisterschaft 2011 zeigt. Und exakt in diesem Stadion debütierte Weber für Deutschland. 

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Frage 11/20:

Für welche Mannschaft schoss Daniel Schmölz sein erstes DEL-Tor?

Drei Tore erzielte Schmölz in der Saison 2013/2014 für die Kölner Haie. Zum Stammspieler aber wurde er in Schwenningen, zum Torjäger in Augsburg.

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Frage 12/20:

Wie lautet der tierische Beiname von David Trinkbergers Mannschaft an der Uni von Anchorage?

David Trinkberger war den Seawolves vier Jahre lang ein zuverlässiger Verteidiger.

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Frage 13/20:

Wie viele Tore kassierte Niklas Treutle bei seinem ersten DEL-Einsatz?

Niklas Treutle blieb am 23. Januar 2009 tatsächlich ohne Gegentreffer. In den restlichen sieben Minuten des 7:2 schossen die Kassel Huskies aber auch nur einmal auf sein Tor - auf die Maske des späteren Nationaltorhüters.

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Frage 14/20:

Wie der Nürnberger Vizemeister Roland Ramoser stammt Joachim Ramoser vom Ritten. Sind sie verwandt?

Natürlich kennen sich Roland und Joachim Ramoser, miteinander verwandt sind sie allerdings nicht. 

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Frage 15/20:

Er sieht ihm ähnlich, trägt denselben Namen, was teilt Brett noch mit Jame Pollock?

Brett Pollock kannte Jame Pollock gar nicht, bevor er nach Nürnberg kam. Ja, in der WHL haben beide gespielt, das gilt aber für viele Spieler in der Geschichte der Ice Tigers. 

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Frage 16/20:

Ilya Sharipov wurde 2018 mit Bietigheim DEL2-Meister. Wie hieß sein Trainer?

Man kann es nicht oft genug erwähnen: Kevin Gaudet ist wahrscheinlich der beste Trainer der Welt. Nur in Nürnberg hat man seine Arbeit nicht zu würdigen gewusst. 

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Frage 17/20:

Welchen Rekord hält Tom Gilbert in der berühmten Franchise der Edmonton Oilers?

Joe Micheletti und Ken Baird haben als Rookies öfter getroffen als später Tom Gilbert. Allerdings spielten die Oilers da noch in der WHA. Gilbert traf in der Saison 2007/2008 zehn Mal und damit einmal öfter als einst der große Paul Coffey.

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Frage 18/20:

Mit welchen Spielern trainiert Andrew Bodnarchuk in einem normalen Sommer?

Sein bester Kumpel ist Brad Marchand, einer der besten Flügelstürmer der NHL. Dahinter aber kommen bereits Nathan McKinnon und Sidney Crosby, mit denen Andrew Bodnarchuk seit Jahren im Sommer trainiert. 

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Frage 19/20:

Dane Fox hat ein Jahr Pause von den Ice Tigers gemacht. Für welches Team hat er gespielt?

Dane Fox war 2019/2020 nicht nur Topscorer der Frederikshavn White Hawks, er war auch deren Assistenzkapitän. 

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Frage 20/20:

Bei einem Testspiel zwischen Mannheim und Buffalo traf auch Luke Adam. Nur für welche Mannschaft?

In dem Freundschaftspiel im Oktober 2011 war Luke Adam tatsächlich so auffällig, dass es undenkbar schien, dass er bereits fünf Jahre später nach Mannheim wechseln würde. 

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