Vor dem Spiel in Köln

Die Ice Tigers sind hungrig, beißen aber noch nicht zu

20.9.2021, 15:00 Uhr
Wird schon: Sowohl Patrick Reimer (links) als auch Dane Fox warten auf ihren ersten Saisontreffer. 

Wird schon: Sowohl Patrick Reimer (links) als auch Dane Fox warten auf ihren ersten Saisontreffer.  © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa

Als die Kollegen auf dem Eis daran arbeiteten, aus attraktivem Eishockey drei Punkte zu machen, arbeiteten Chris Brown und Niklas Treutle daran, bald wieder Eishockey spielen zu dürfen. Sowohl der Außenstürmer aus Texas als auch der Torhüter aus Nürnberg hatten das 2:3 in Mannheim und das 2:3 (nach Verlängerung) gegen Bremerhaven eher leicht verletzt verpasst. Ob es für das erste Dienstagsspiel (19.30 Uhr/MagentaSport) reicht, wird sich erst in Köln entscheiden. Frank Fischöder wird zu diesem frühen Saisonzeitpunkt kein Risiko eingehen.

Muss der Cheftrainer auch nicht. Der vielversprechende Auftakt wird bislang nur durch den Blick auf die Tabelle eingetrübt. Die weist für die Nürnberg Ice Tigers lediglich vier Punkte aus, was gerade nach dem selbstbewussten Auftritt in Mannheim und dem Chancenfeuerwerk gegen Bremerhaven zu wenig ist. Im Gegensatz zur Vorsaison aber zeigt seine Mannschaft durchdachtes und kontrolliertes Eishockey. In der Defensive stehen die Ice Tigers meist sicher, bei Puckgewinn schalten sie schnell und präzise um. Fischöder ist mit vier seiner vier Sturmreihen zufrieden, vor allem die zweite Formation um den dreimaligen Torschützen Tyler Sheehy, den schnellen Tim Fleischer und den noch schnelleren Debütanten Gregor MacLeod spielte am Sonntag spektakulär.

Vor Spielfreude vibrierend

Die jungen Hochgeschwindigkeitsstürmer überraschen bislang. Allerdings ist auch überraschend, dass die vermeintliche Paradereihe noch nicht produziert, zumindest nicht so, wie man das von einem präsenten Mittelstürmer wie Ryan Stoa und zwei nachweislich torgefährlichen Außenstürmern wie Patrick Reimer und Daniel Schmölz hat erwarten dürfen. "Sie brauchen nur dieses eine Ding, dass da mal reinfällt. Aber sie kommen doch jetzt schon in Positionen, aus denen man treffen kann. Das ist positiv. Die haben ja das Tore schießen nicht verlernt", stellte Fischöder am Sonntagabend fest - nach einem Wochenende, an dem Stoa seinen Gegner viele Pucks abnahm und vor allem Reimer vor Spielfreude zu vibrieren schien.

Es sind aber auch erst 240 von mindestens 3360 Spielminuten bis zu den Playoffs gespielt. Die Kölner Haie haben in dieser Zeit bereits vier Punkte mehr gesammelt. Einen Auswärtssieg bräuchten die Ice Tigers an dem Eishockey-Traditionsstandort aber insbesondere für ihr eigenes Selbstbewusstsein.

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