Donnerstag, 19.09.2019

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Ice Tigers: "Der richtige Schritt" für Neuzugang Wirth

Der Egloffsteiner Youngster träumt aber trotzdem weiter von der NHL - 21.08.2019 16:27 Uhr

Glücklich zurück in der alten Heimat: Moritz Wirth © Thomas Hahn/Zink


Fühlt es sich für Sie derzeit so an, als würden Sie jeden Tag nach Hause kommen?

Es ist super, ja. Ich war jetzt länger weg und dann wieder hier in der Arena auf dem Heim-Eis zu stehen, ist unbeschreiblich und eine riesige Ehre für mich.

Haben Sie sich in den ersten Wochen, die sie bei den Ice Tigers mittrainiert haben, schon an all die neuen Dinge gewöhnt?

Dadurch, dass ich mit der Nationalmannschaft auch immer auf der größeren, olympischen Eisfläche bin, ist die Umstellung nicht so groß.

Klar. Dennoch ist die Halle viel größer und die Umgebung eine ganz andere als noch auf dem College in den USA, oder?

Natürlich. Noch ist es hier nicht voll, aber wenn die Spiele bald losgehen und sich die Halle füllt, dann werde ich versuchen müssen, die Nervosität abzulegen. (lacht) Ich freue mich jetzt umso mehr auf den Start am Wochenende.

Beim Gäubodenfest-Cup in Straubing debütierte Moritz Wirth als Gastspieler in der Verteidigung der Thomas Sabo Ice Tigers. © Foto: Thomas Hahn/Zink


Hat es lange gedauert, bis Sie sich entschieden haben, es in der DEL zu versuchen und nicht mehr zurückzugehen ans College? Es hieß immer, sie träumten Ihren Traum von Nordamerika. . .

Absolut. Deshalb war die Entscheidung umso schwerer. Ich habe lange gegrübelt, viel mit den Eltern und dem Berater gesprochen, aber jetzt liegt die Option auf dem Tisch. Für mich und meine Entwicklung ist es der richtige Schritt, mit all den Profis auf dem Eis stehen und jeden Tag hart arbeiten zu dürfen. Die bringen alle sehr viel Erfahrung mit, von der ich nur träumen kann. Hier gibt es Verteidiger, die schon in der NHL gespielt haben. Von denen zu lernen und sich Dinge abzuschauen, ist natürlich Gold wert.

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Mit welchem Ziel gehen Sie dann die nächsten Monate im neuen Trikot an? Sie sind dann einer der U23-Spieler im Aufgebot und müssen sich mit anderen jungen Spielern um einen Platz streiten.

Das Hauptziel ist, sich im Kader festzusetzen, möglichst oft auf dem Spielberichtsbogen zu stehen und natürlich dann auch so viel Eiszeit wie möglich zu bekommen. Das nächste Ziel ist die Nationalmannschaft. Im Dezember war ich bei der U20-WM, der nächste, große Schritt ist die U25. Und natürlich irgendwann in die A-Nationalmannschaft zu kommen, aber das ist noch ein sehr langer Weg.

In Deutschland stehen Sie jedenfalls jetzt wieder mehr im Fokus der Öffentlichkeit.

Das war ein großer Grund für den Wechsel. Toni Söderholm, mein Trainer bei der U20, ist inzwischen der Trainer der A-Nationalmannschaft. Der kennt mich sehr gut und schaut sich die meisten Spiele an. Mich hier präsentieren zu können, ist besser als in den USA.

Söderhölms Vorgänger Marco Sturm hat mal gesagt, dass er es jedem jungen Spieler nur empfehlen kann, für die Ausbildung in die USA zu gehen.

Wenn ich zurückschaue, würde ich alles nochmal genauso machen. Die Erfahrung dort war sehr wichtig, vielleicht macht es mir auch den Schritt, irgendwann wieder rüber zu gehen, leichter.

Der Traum lebt also weiter.

Die NHL ist der größte Traum. Den werde ich nie ganz ablegen können.

  

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