1:3 in Augsburg

Lattentreffer und fatale Fehler: Krise der Ice Tigers verschärft sich

10.10.2021, 21:06 Uhr
Chad Nehring (Mitte) lässt sich von Tim Bender nicht dabei stören, den Puck an Ilya Sharipov vorbei ins Nürnberger Tor zu schieben.

Chad Nehring (Mitte) lässt sich von Tim Bender nicht dabei stören, den Puck an Ilya Sharipov vorbei ins Nürnberger Tor zu schieben. © Eibner Pressefoto / Heike Feiner via www.imago-images.de

Es hat nicht so ausgesehen. Aber Stefan Ustorf hat selbst zugegeben, dass er an der Arbeit hinter der Bande gar nicht so viel Spaß hat. Am Sonntagabend hat sich erstmals deutlich gezeigt. Nach 60 Minuten, in denen seine Mannschaft altbekannte Fehler und Probleme vorgeführt hat, hatten die Nürnberg Ice Tigers auch bei keineswegs beeindruckenden Panthern in Augsburg verloren.

Das 1:3 (0:1, 0:2, 1:0) gegen eine Mannschaft, mit der man sich vermeintlich auf Augenhöhe wähnt, war die dritte Niederlage in Folge und wohl die letzte mit Ustorf als Cheftrainer. Für Beginn dieser Woche hat der Sportdirektor die Vorstellung eines neuen Trainer in Aussicht gestellt. Wer auch immer das sein mag, neu sollten ihm die Nürnberger Schwächen nicht sein. Auch in Augsburg haben die Ice Tigers ihre Chancen bei optischer Überlegenheit nicht nutzen können, sich bei zunehmender Spielzeit fatale Fehler im Aufbau geleistet und wieder viel zu viele Bullys verloren.

Schlussspurt ohne Kapitän Reimer

Dass auch diese Partie hätte anders verlaufen können, kann da kein Trost mehr sein. Für gefälliges Spiel und Engagement allein gibt es keine Punkte. Nach dem 2:6 gegen Berlin hatte Ustorf am Donnerstag härtere Arbeit gefordert – vor beiden Toren. Aber auch diesmal kam Nürnberg nicht in aussichtsreiche Schusspositionen. Als aber der Puck eher zufällig zu Vinny Saponari gelangte, sahen drei Gästespieler interessiert zu, wie sich der Augsburger in den Führungstreffer kreiselte (16. Minute).

Erst danach nahm Ilya Sharipov auch am Spiel teil. Der 26-Jährige vertrat Niklas Treutle sehr ordentlich im Tor, zeigte in Unterzahl zweimal sein ganzes Können. Als sich aber erst Julius Karrer, dann Andrew Bodnarchuk Fehlpässe im Aufbau leisteten, ließen ihm Chad Nehring und Adam Payerl (38.) keine Chance. Tyler Sheehy traf direkt danach die Latte, ebenso Nick Welsh im Schlussdrittel (45.). Blake Parlett hatte Nürnberg da bereits per Handgelenkschuss auf den Videowürfel gebracht (43.).

In der Schlussphase tauchten die Ice Tigers nach Pucks, versuchten ohne den offenbar angeschlagenen Reimer alles, blieben dabei aber: harmlos.

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